Was machen eigentlich die Ex-Mieter aus Duisburgs geräumten Schrottimmobilien?

Im letzten Jahr haben wir alle viel von den Zwangsräumungen von Schrottimmobilen besonders im Duisburger Norden gehört und gelesen.

Was aber ist mit den Ex-Mietern aus diesen Häusern und was mit den Vermietern? In einem Artikel der RP vom 29.12.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/weg-vom-schrotthaus-aber-was-dann-aid-1.7290532

wird dieser Frage nachgegangen und dabei auch der Petershof vorgestellt. Dort kümmert man sich u.a. auch um die Herausgeworfenen, Auf-Die-Strasse-Gesetzten, die teils einfach alleine gelassen werden, nachdem mit grossem TraRa geräumt wurde. Frau Daniela Lesmeister hat sich ja wohl auch dadurch für höhere Weihen in Düsseldorf empfohlen.

Interessant was man auf den Seiten der Petershof-Website so alles findet.

Besonders die folgende Textstelle(Zitat):

Die Einrichtung des Sozialpastoralen Zentrums im September 2012 ist eine katholische Reaktion auf diese Herausforderungen und das Fehlen einer klaren und nachhaltigen städtischen Perspektive, der Not wirkungsvoll zu begegnen. Eine Einrichtung wie den Petershof dürfte es in einem der reichsten Länder dieser Welt nicht geben.

Zu finden auf dieser Seite: http://www.peter-und-paul-marxloh.de/

Ebenso interessant die Seite zur No-Go-Area-Marxloh:  http://www.peter-und-paul-marxloh.de/index.php?id=103

Was mich ganz brennend interessiert ist aber vor allem wieso es zu diesen Zwangsräumungen überhaupt kommen kann? Wie es überhaupt zu diesen Zuständen kommen kann und wieso die Behörden das nicht mitkriegen? Das ev. die Mieter sich nicht offen beschweren, die Vermieter schon gar nicht, kann ich ja irgendwie verstehen, aber auch sonst scheint das alles niemanden so richtig zu interessieren und/oder aufzufallen?

Gibt es nicht, wenn schon keine Kontrollen durchgeführt werden, Anhaltspunkte durch:

auffällige Namenshäufungen und Namenswechsel(Mieter und Vermieter), auffällige Strom- und Wasser- und Gas-Verbräuche, unkontrollierte Versicherungsverträge und -bedingungen, häufige Schädlingsbekämpfungseinsätze, fehlende Legionellen-Prüfungsmeldungen usw.

Wenn jemand mir dazu mal Erklärungen liefern könnte wäre ich sehr dankbar. Gibt es keine Möglichkeiten die Entwicklungen zu einem Schrottproblemhaus zu indizieren? Danke sehr vorab.

 

Grosse Anerkennung von mir für die Leistungen des Petershofs und seiner vielen Freiwilligen.

 

 

 

 

 

 

One thought on “Was machen eigentlich die Ex-Mieter aus Duisburgs geräumten Schrottimmobilien?

  1. Die Frage ist doch wer das alles kontrollieren können soll. Bei dem massivem Personalmangel durch „Abbau West“ muss sich wenig Personal um sehr viele Probleme kümmern.

    Eigentlich müssten als erstes die Beschwerden der Nachbarn auffallen, etwa wegen Ruhestörungen bei der Polizei oder bei den Wirtschaftsbetrieben wegen Vermüllung. Wenn man denn dort solche Meldungen sammeln und auswerten würde.