Fünf Jahre später – Öffentliche Frage an OB Sören Link: Wie haben Sie Ihr Versprechen eingelöst?

Vor über fünfeinhalb Jahren hat OB Sören Link in einer Rede zum 2. Jahrestag des LoPa-Unglücks ein Versprechen abgegeben, im Namen von Duisburg. Jetzt will ich wissen wie er das Versprechen konkret eingelöst hat. Rückhaltlos und transparent.

Das Versprechen habe ich hier grau unterlegt markiert. Die  ganze Rede nachlesen kann man hier

https://www.xtranews.de/2012/07/25/2-jahrestag-der-loveparade-katastrophe-soren-link-bittet-um-entschuldigung-id4263883.html

Und ein Video davon gibts hier: https://www.youtube.com/embed/pieWrysK3JA

 

 

Herr Link: Ich will genau wissen was Sie rückhaltlos und transparent getan haben. Sie können mir die Antwort per Mail senden und natürlich stehen Ihnen die xtranews zur Verfügung. Oder Sie wählen eine Veröffentlichungsform nach Ihrem Wunsch und teilen mir diese mit.

Egal wie, nur machen Sie es! Rückhaltlos und transparent! Ich gebe Ihnen Zeit bis Mitte Januar, ansonsten gehe ich davon aus, dass Sie gelogen haben. Sie hatten jetzt mehr als fünf Jahre Zeit dieses Versprechen im Namen der Stadt, also im Namen aller DuisburgerInnen und Duisburger einzulösen. Sie sitzen seitdem ununterbrochen an der richtigen Stelle dafür. Ich bin schon gespannt.

Und ich will wissen, was Sie unternommen haben um diejenigen zu maßregeln die derzeit zwar nicht auf der Anklagebank im Strafprozess sitzen, aber dennoch in der Stadt-Verwaltung an der Sache beteiligt waren.

An allem Unglück, das passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die es tun, sondern auch die, die es nicht verhindern. (frei nach Erich Kästner – er schrieb Unfug statt Unglück)

 

4 thoughts on “Fünf Jahre später – Öffentliche Frage an OB Sören Link: Wie haben Sie Ihr Versprechen eingelöst?

  1. „Und dazu gehört ganz konkret, alles zu tun, um die Aufarbeitung des 24. Juli 2010 zu unterstützen und voranzubringen. Rückhaltlos und transparent. Ich stehe heute hier, um das für meine Stadt zu versprechen. “

    Mit dieser Nummer müsste Herr Link noch vor Jahresende im Märchenzelt auf der Düsseldorfer Str. auftreten. Und auch in den kommenden Jahren. Mehr Märchen geht eigentlich nicht.

    Oder vielleicht doch ? Da gab es doch 2014 eine „Totlast“

    https://www.derwesten.de/staedte/duisburg/duisburgs-ob-link-wuerde-projekt-totlast-wieder-absagen-id9702540.html

    „Im Wesentlichen aber verteidigte Link seine Argumentation, er habe aus dem Gefühl heraus entschieden, das Werk sei vier Jahre nach der Katastrophe „zu nahe am sensiblen Thema Loveparade“. Es habe bei ihm nun einmal entsprechende Assoziationen geweckt.“

    „Die Welt“ hatte allerdings eine schlüssige und nachvollziehbare Erklärung für das Gehampel von Herrn Link:

    „Die Absage kam per Telefon

    Doch eine Genehmigung von „Totlast“ wurde immer wieder herausgezögert. Niemand wollte den Bauantrag unterzeichnen, vielleicht weil in der Behörde dieselben Menschen arbeiten, die auch an der Genehmigung der Loveparade-Pläne mitgewirkt hatten. Ihr Argument: Sicherheitsgründe. “

    https://www.welt.de/kultur/kunst-und-architektur/article130275480/Die-Toten-der-Loveparade-und-die-Panik-der-SPD.html

    Statt die Wahrheit zu sagen, wird dem „unreifen“ Duisburger Bürger eine Kaskade von Märchen aufgetischt.

    Ich hoffe sehr, dass wenigstens der LoPa-Prozess in Teilen die organisatorische Wahrheit zur Katastrophe herausarbeitet. Und dass die Stadtverwaltung die längst überfälligen Konsequenzen daraus zieht.

  2. @Frank Nohl
    Hätten sich (die) Verantwortliche(n) vor der LoPa mindestens soviele Gedanken gemacht wie um die „Totlast“, wäre es vllt. etwas anders gelaufen.

    Schwachsinn pur aus Verwaltungshausen. Und Kotzreiz gratis.

  3. Ich denke, wir sind in Duisburg auf dem Weg die ‚Politische Aufarbeitung der Loveparade‘ als Bürgerfrage an den Stadtrat Duisburg zu stellen – gemeinsam: Schwarm-Antrag.

  4. Michael Schulze 31. Dezember 2017 at 03:37:24 - Author

    @ed
    Gute Idee, doch wie genau soll das laufen?
    Schreiben Sie mir auch an misch@xtranews.de.
    Es gäbe die Möglichkeit über einen Bürgerentscheid, so wie zuletzt beim DOC. Die Frage dazu muß aber sehr konkret sein und prinzipiell mit JA oder NEIN beantwortbar sein.

    Aber es bliebe dann gewissen Leuten genug Zeit endgültig sämtlichst alle ev. noch existierenden Unterlagen, ob gedruckt oder gespeichert, zu vernichten oder in Sicherheit zu bringen.

    Wochen(!!!!!!!!!!!!!) nach der LoPa hat die Staatsanwaltschaft Durchsuchungen beim Ex-Ob und Konsorten durchgeführt. Da fehlten diverse Unterlagen, Festplatten waren „aufgeräumt“.

    Besser wäre es jedoch aus der Sache mit der LoPa eine Sache für die Zukunft zu machen. M.a.W.: Antrag auf 100% Transparenz in allen städtischen Angelegenheiten.
    Dazu brauchen wir aber eine Menge Unterstützer und die sehe ich zZ noch nicht.