Bedenkliche Abnehmtrends – Wunderpillen gibt es nicht!

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In den Medien findet man immer häufiger Angebote von verschiedensten Produkten zum Abnehmen, die gerne Versprechungen machen, welche nicht im Geringsten gehalten werden können. Wenn man glaubt, dass man durch das alleinige Einnehmen von Tabletten abnehmen kann, dann befindet man sich, so schön diese Vorstellung auch sein mag, leider auf dem Holzweg.

Mit diesem Artikel möchten wir einige Sachen klarstellen und die Fakten zum Thema Ernährung, Gesundheit, gesellschaftliche Aspekte, Risiken und Abnehmhelfer aufzeigen.

Übergewicht: Ein gesellschaftliches Problem

In der heutigen Zeit kann man deutlich erkennen, wie die vor allem westliche Bevölkerung mehr und mehr an Fettleibigkeit bzw. Adipositas leidet. Experten bezeichnen durchschnittlich jeden dritten Menschen als übergewichtig. Dieses Bild hatte sich in den letzten 60 bis 70 Jahren stark gewandelt. Während in den 70ern ein viel geringerer Prozentsatz der Bevölkerung an Übergewicht litt, steigt die Zahl der betroffenen stätig an. Dafür gibt es die vielfältigsten Gründe.

Einerseits lässt sich statistisch erkennen, dass Familien die einen Lebensstil pflegen, der Übergewicht begünstigt, in fast allen Fällen auch deren Kinder in jungen Jahren mit Fettleibigkeit zu kämpfen haben. Andererseits sprechen Experten davon, dass die kapitalistische Konsumgesellschaft darauf aus ist, dass möglichst viele Menschen so viel wie möglich konsumieren, ohne Rücksicht auf die Umwelt, begrenzte Ressourcen, oder die Gesundheit des Individuums. Zusätzlich entdecken Wissenschaftler, sowie Mediziner mehr und mehr die Bedeutung der Gene auf Fettleibigkeit.

Deshalb kann man zusammenfassend sagen, dass die Ursachen für Übergewicht sehr vielseitig und komplex sein können. Eine hundertprozentige Wahrheit ist eher unwahrscheinlich zu erlangen.

Krank durch Übergewicht

Als nächstes gehen wir etwas näher auf die Auswirkungen von Adipositas bzw. Übergewicht ein. Herz-Kreislauf-Erkrankungen nehmen stetig zu. Ob man diese Entwicklung mit dem zunehmenden Übergewicht korrelieren kann, steht streng genommen außer Frage. Allerdings kann man nicht eindeutig beweisen, dass nur die zunehmende Fettleibigkeit für die Zunahme der Erkrankung verantwortlich ist.

Eine weitere Folge von Übergewicht ist das Schlafapnoe-Syndrom, auch als SAS bekannt. Dabei erschlafft während der nächtlichen, automatischen Atmung ein Teil der Rachenmuskulatur und blockiert die Atemwege. Das hat Auswirkungen auf die Erholsamkeit des Schlafs und auf Stoffwechsel, sowie Herz-Kreislaufsystem. Darüber hinaus haben übergewichtige Menschen ein höheres Risiko unter Gicht, Diabetes, Gallensteinen, Sodbrennen oder erhöhten Gelenkverschleiß zu leiden. Speziell bei Kindern darf man die psychische Belastung nicht vergessen, denen übergewichtige Kinder häufig ausgesetzt sind, die von Mobbing und gesellschaftlichen Druck verursacht wird. Deshalb sind sich Experten einig, dass Adipositas eine längere Liste an Folgeerkrankungen aufweist, als die von Alkoholikern und Rauchern kombiniert.

Wie entsteht Übergewicht?

Genaugenommen wird Übergewicht bzw. Adipositas verursacht, wenn der Körper einer höheren Energiezufuhr ausgesetzt ist, als dieser verbrauchen kann. In diesem Fall wird die überschüssige Energie vom Körper in Form von Fett gespeichert und angelagert. Frauen lagern Körperfett tendenziell stärker an den Hüften und Oberschenkeln an, während es sich bei Männern vermehrt um den Bauch wiederfindet. Rein objektiv gesehen ist zu viel Fettgewebe rund um den Bauch problematischer in gesundheitlicher Hinsicht, als um die Hüften, da es stärker auf lebenswichtige Organe drücken und dadurch Fehlfunktionen oder Schäden auslösen kann.

Abnehmpräparate und angebliche Wundermittel

Die Entwicklung der Fitness-, Werbe- und Ernährungsindustrie ist in dieser Hinsicht äußerst bedenklich. Abnehmtabletten, Fatburner, Nahrungsergänzungsmittel und andere Abnehmhelfer finden mehr und mehr Einzug in den Alltag, obwohl sich der Durchschnittsbürger nicht im Klaren ist, dass man bei einem Zuviel damit dem Körper auch schaden kann. Solche als gesundheitsfördernd und hilfreich beworbenen Präparate sind in den meisten Fällen kaum bis gar nicht medizinisch getestet, zumindest was die Langzeitwirkung betrifft. Dadurch spielt man in gewisser Weise in einer Nebenwirkungslotterie und zahlt im Ernstfall dafür mit einem Organschaden, verursacht durch einen Vitaminüberschuss oder ein falsches Präparat.

Allerdings finden Präparate wie diverse Pillen zum Abnehmen, Vitaminpräparate, sowie Saft- und Entschlackungskuren eine steigende Anzahl von Abnehmern, obwohl deren Wirkung nicht immer nachgewiesen ist.

Erfolgreich abnehmen

Experten sind sich einig; wer allein durch die Hilfe von Tabletten abnehmen möchte, hofft auf die Wirkung eines Wundermittels, dass es nie geben und darüber hinaus lediglich Ihre Brieftasche erleichtern wird. Die einzige wirklich wirksame Methode abzunehmen ist, seinen Lebensstil zu verändern und darauf zu achten, dass die Energiezufuhr in Form von Kalorien bzw. Nahrung nicht größer ist, als die vom Körper benötigte Energie. Natürlich hat das Ausmaß an Bewegung, Sport und Fitness einen maßgeblichen Einfluss auf den Energiehaushalt des Menschen. Man kann nicht ohne Diät oder durch das alleinige Einnehmen von Tabletten abnehmen. Allerdings ist es möglich den Stoffwechselverbrauch des Körpers, während man sich auf einer Diät befindet, zu steigern. Dieser wird nämlich bei einer normalen Diät abgebremst, da der Körper in nahrungsknappen Zeiten automatisch versucht mit den Ressourcen, die er angesammelt hat, so lange wie möglich auszukommen. Dieses Abbremsen des Stoffwechsels lässt sich mit Abnehmhelfer relativieren. Doch ist das Einsetzen eines solchen ohne Diät komplett überflüssig. Die verringerte Nahrungs- bzw. Energieaufnahme im Zuge einer Diät und der konstante, maximalgehaltene Stoffwechsel durch einen wirksamen Abnehmhelfer führt dazu, dass der Körper effektiv die körpereigenen Fettreserven verstoffwechselt und man bereits in wenigen Wochen eine Veränderung feststellen kann.

Deshalb sei zusammenfassend gesagt; fallen Sie nicht auf Versprechungen jedes X-beliebigen Produktes herein, sondern informieren Sie sich zuerst über die Präparate, die Sie verwenden bzw. einnehmen möchten. Schließlich geht es um Ihre Gesundheit!

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