Borussia Dortmund – Peter Stöger neuer Coach – Trainer-Wahnsinn in Deutschland

Es vergeht fast keine Woche im deutschen Profifußball mehr, wo sich Verantwortliche Funktionäre auf Pressekonferenzen in puncto Trainerfragen stellen müssen. In der 2 Bundesliga gab es bereits in der aktuellen Saison 2017/2018 12 Trainerentlassungen (Interims-Lösungen) ausgenommen. In der 3 Liga gab es ebenfalls bereits einige Wechsel, aber auch in der 1. Bundesliga trifft es Trainer häufiger als zuvor. Nun hat es Peter Bosz beim BVB getroffen, er musste nach der Heimpleite gegen den SV Werder Bremen am Samstagnachmittag die Koffer in Dortmund packen. Bosz wurde mit Beginn der neuen Spielzeit als Nachfolger von Tuchel präsentiert und sollte neue Impulse bringen. Die Trennung von Tuchel erfolgte trotz eines Titels. Im Mai 2017 holte man mit Tuchel noch den DFB-Pokal, aufgrund von Spannungen zwischen Geschäftsführer Watzke und dem damaligen Coach entschied man sich für einen Wechsel auf der Chef-Trainerposition. Bosz kam in Dortmund nie richtig an, da er u.a. auch nicht so emotional integriert war wie seine Vorgänger, aber auch der Fußball, insbesondere das Defensivverhalten des Teams sorgte für viele Diskussionen im BVB-Lager.

Der neue Trend geht dahin, dass Trainer-Verpflichtungen auf Zeit erfolgen. Der Druck auf der Trainerposition ist mittlerweile so hoch, dass nur noch Ergebnisse zählen, Zeit für Umbrüche, Neugestaltungen oder eben auch Entwicklung einer Philosophie mit den gegebenen Mitteln, was für einen neuen Trainer immer Umstellungen in seiner Arbeit zwingend mitbringt gibt es nicht mehr. Die Fußball-Gesellschaft fordert, dass alles auf „Knopfdruck“ funktioniert, schwierig!

Die Zeiten Thomas Schaaf, Jürgen Klopp, Volker Finke etc. sind endgültig vorbei. Es gibt im deutschen Profifußball aktuell kaum ein Trainer der über mehrere Jahre sein Amt ausüben darf oder selbst einen neuen Stallgeruch sucht.

Auf Dauer kann das gefährlich sein, aber auch den Fußball auf dem Trainer-Markt beleben, da Trainer so die Möglichkeiten haben zügig einen neuen Job zu finden. Die Trennung von Bosz bei Borussia Dortmund zeichnete sich über mehrere Wochen ab, da die Stimmen gegen Bosz innerhalb des Clubs sehr laut geworden sind. Nun erhofft sich der Verein von Peter Stöger und seinem Co-Trainer Manfred Schmidt (Leitete bisher bei den Stöger-Stationen die Trainingseinheiten), wie damals bei Klopp/Buvac, einen neuen Impuls.

Am frühen Sonntagnachmittag wurde Stöger im Rahmen einer PK in Dortmund als neuer Trainer der Dortmunder vorgestellt. Der Vertrag gilt zunächst bis zum 30.06.2018.

 

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