Es kommt Bewegung in die Duisburger Feinstaubproblematik – Erfasst den Dreck doch selbst!

Gerade gestern hatte ich noch einen Artikel zum Thema Feinstaub und Fahrverbote in Duisburg verfasst und auch davor schon diverse Male die geringe Zahl an Messstellen kritisiert. Erfasst werden übrigens von den sieben Messgeräten nur rund 240 qm Raumfläche im gesamten Stadtgebiet!!! Jetzt kommt das hiesige Umweltamt auf eine richtig gute Idee, die einen kleinen finanziellen Haken hat.

Das Umweltamt will in Zukunft an jeden der möchte ein Messgerät für Feinstaub verkaufen, für 40 EURO. Die dann gemessenen Daten sollen per W-LAN an eine zentrale Datenbank fließen.

Alle drei Minuten soll dann für 20 Sekunden gemessen werden. Wann das Projekt startet wird noch bekannt gegeben.

Die Volkshochschule (VHS) veranstaltet bereits am 7. Dezember ab 18 Uhr einen Info-Abend zu dem Feinstaubsensor. Das Umweltamt informiert dann darüber wie sich Interessierte das Gerät anschaffen können. 10 Sensoren werden an diesem Abend bereits verschenkt bzw. verlost.

Ich finde das eine gute Idee, doch wieso muß man das Gerät kaufen? Immerhin stellt man doch seinen W-LAN-Anschluß zur Verfügung.

Ähnliches gibts auch bereits in Stuttgart: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.luftverschmutzung-selbst-messen-in-einer-stunde-zum-feinstaub-messgeraet.c947bad9-3d69-4cf9-abdf-7e9689c229a3.html

Und da kommt mir gleich noch eine gute Idee. Lasst uns doch in Zukunft mit Geräten per W-LAN über wichtige Ratsentscheidungen abstimmen. Der Rat ist dann überflüssig.

 

 

 

3 thoughts on “Es kommt Bewegung in die Duisburger Feinstaubproblematik – Erfasst den Dreck doch selbst!

  1. Warum? Die Stadt Duisburg hat kein Geld für Umweltschutz, die Baumschutzsatzung wurde zur Personaleinsparung abgeschafft und an anderen Stellen werden Arbeitsplätze höher als Menschenleben gewertet…

  2. @ulrics – Erfgänzung: Duisburg ist ein mit LKWs vollgestopfter Standort, zB durch Industrie und vor allem Logistik. Da kann man nicht an den neuralgischen Punkten messen.
    Würde ja auf jeden Fall alles zum Erliegen bringen.
    Zeigt aber auch wie wir verarscht werden – und vergiftet.
    Dass die Entrüstung über sowas gänzlich ausbleibt, ist mir wie vieles andere auch ein echtes Rätsel. Vllt. hat der viele Feinstaub auch die Gehirne verstopft, veklebt oder sonstwie vernebelt.
    OB Link sollte deshalb seine Bürgerspaziergänge auch mal an Stellen durchführen wo es richtig qualmt, stinkt und man sein eigenes Wort nicht mehr versteht.

  3. In einem Artikel der Funke Medien Group stand auch was drüber und habe es wie folgt kommentiert:

    https://www.nrz.de/staedte/duisburg/duisburger-sollen-ihre-luft-qualitaet-selber-messen-id212700781.html

    „JOJO2017
    Hüstel-Hüstel

    Einerseits ist das ja toll, daß man festgestellt hat: Es gibt auch Bürger, die es zu beteiligen gilt.

    Andererseits bezahlen wir mit Unseren Steuern doch schon die städtischen, staatlichen Fachleute. Und nun sollen wir nochmal in die Tasche greifen, damit wir – unentgeltlich natürlich – selber messen?

    Und selbst das wird uns nichts nützen: Meldeten wir nämlich Überschreitungen, würden diese in den Hallen der Verweser und Verwalter von Stadt und Land unerhört verhallen. Beipiele aus anderen Bereichen kann ich zu Hauf liefern. Es handelt sich hierbei durch die Bank um Regelfälle, keine Ausnahmen. Die Regel wird aber auch ohne Ausnahmen ausnahmslos bestätigt …

    Harald Jochums / Archetekt DU-RHS“