In Duisburg und Köln verkehrt man am schlechtesten

So jedenfalls lautet ein Urteil des ADAC zum ÖPNV gemäß einer Umfrage in 15 deutschen Großstädten im vergangenen Sommer. Befragt wurden insgesamt rund 9.000 Einwohner, Pendler und Besucher in Berlin, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt a. M., Hannover, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart.

In Duisburg und Köln geben die Befragten demnach nur mit knapp 30% gute Noten an den ÖPNV. Das macht beide rheinländischen Großstädte zu den Schlußlichtern im Ranking. Sieger ist Dresden mit rund 55% Zufriedenen.

Wie war das noch vor kurzem? Da wollte Sören Link die Preisstufen verändern, ach ja, zu ungunsten der ÖPNV-NutzerInnen. Das will er glaub ich immer noch. Vielleicht sollte er sich solche Umfragen mal zu Gemüte führen und stattdessen den Duisburger ÖPNV preiswerter machen.

Soziale Gerechtigkeit wie von Martin Schulz im Wahlkampf so eindringlich gepredigt, ist eben auch nur eine hohle Phrase, wenn man sich die Genossen-Wirklichkeit vor Ort anschaut. Denn für mich gehört auch ein gesundes Maß an Selbsteinschätzung zu sozialer Gerechtigkeit, vor allem wenn man selbst nicht auf den ÖPNV angewiesen ist.

Dass im nächsten Jahr Fahrverbote in Großstädten anstehen, sollte den Duisburgern „Machern“ zusätzlich zu denken geben. In Duisburg ist nämlich die Zahl der Messstellen so gering und diese sind derart falsch im Stadtgebiet verteilt, dass es mich nicht wundern würde, wenn in der Sache bald was passiert. Dann ist Schluß mit lustig in Sachen Logistikstandort. Lieber Sören Link, die Bundesregierung samt Autoindustrie gibt ja nun einiges an Mitteln an die Kommunen. Setzen Sie die Gelder sinnvoll ein!

 

 

 

 

4 thoughts on “In Duisburg und Köln verkehrt man am schlechtesten

  1. Da wir eine Umweltzone mit Mühlheim, Essen und Oberhausen bilden, würden Fahrverbote für die gesamte Zone gelten.

    Es ist mir aber ohnehin unverständlich, warum Duisburg angeblich keine Überschreitungen haben soll. Vermutlich wird nur an den falschen Stellen gemessen. Zudem liegt die derzeitige Situation an dem wechselhaften Wetter, bei der richtigen Witterung hätten wir ebenfalls schnell Überschreitungen an den Messstellen.

  2. Die Vergleichbarkeit der Messpunkte in den jeweiligen Städten scheint mir ein Problem zu sein. Warum die Kardinal-Galen-Str. in Duisburg ein Standort ist, verstehe ich nicht so ganz (quasi zweispurig, eine stündliche Buslinie).

    Wenn ich dagegen die Corneliusstr. in Düsseldorf sehe (vierspurige Aus- und Einfallstraße, diverse überregionale Buslinien, beidseitig bebaut – bekannt aus unzähligen TV-Berichten), wundern mich die schlechten Werte überhaupt nicht. Schon vor 40 Jahren war zum Feierabend dort Stau stadtauswärts angesagt, mit zugestellten Kreuzungen z.B. am Fürstenwall. Das wird sich bis heute vermutlich nicht großartig geändert haben.

  3. @Frank Nohl – Duisburg ist ein mit LKWs vollgestopfter Standort, zB durch Industrie und vor allem Logistik. Da kann man nicht an den neuralgischen Punkten messen.
    Würde ja auf jeden Fall alles zum Erliegen bringen.
    Zeigt aber auch wie wir verarscht werden – und vergiftet.
    Dass die Entrüstung über sowas gänzlich ausbleibt, ist mir wie vieles andere auch ein echtes Rätsel. Vllt. hat der viele Feinstaub auch die Gehirne verstopft, veklebt oder sonstwie vernebelt.
    OB Link sollte deshalb seine Bürgerspaziergänge auch mal an Stellen durchführen wo es richtig qualmt, stinkt und man sein eigenes Wort nicht mehr versteht.

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