Positive Aussichten für den Möbelmarkt

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In diesem Jahr verzeichnete die Möbelindustrie eine Steigerung des Umsatzes um 0,5 % auf bisher 9 Milliarden Euro. Dadurch setzte sich der Trend aus dem Vorjahr fort, als die Möbelindustrie ein Wachstum von 4,9 Prozent demonstrierte.

Besonders stark ist in diesem Jahr der Umsatz der Laden- und Objektmöbeln gestiegen – ein Plus von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Gesamtexport der Möbel wuchs in diesem Jahr deutlich stärker als der Inlandumsatz und stieg um 1,7 Prozent im Vergleich zum Jahr 2016.  Noch stärker ist das Wachstum beim Möbelexport nach China und Indien gewachsen: im Falle des Reiches der Mitte belief sich der Zuwachs auf 27,6 Prozent, während indische Konsumenten 32 Prozent mehr Möbelstücke als noch im Vorjahr kauften. Und dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen, weil die Konjunktur äußerst günstig ist. Davon gehen die meisten Experten in diesem Bereich aus, sodass sich die deutschen Möbelexporteure auf den Ausbau ihrer Produktionskapazitäten einstellen sollten, wenn sie ihren Marktanteil beibehalten möchten.

Nicht weniger positiv sind auch Aussichten für den italienischen Markt, wo nun die Haushalte wieder etwas mehr für den Konsum ausgeben. Das hängt auch mit den Subventionen des italienischen Staates zusammen. Denn jede Familie, die Einrichtung eines neuen Hauses kauft, kann 50 Prozent des Kaufpreises als Gutschrift bekommen. Das gilt für Möbeleinkäufe im Rahmen der Renovierung eines bereits bestehenden Hauses. Alleine diese Maßnahme, die seit 2013 besteht und auch im laufenden Jahre aktuell ist, hat den Umsatz der Produkte der Möbelindustrie um 5 Milliarden Euro gesteigert. Daher rechnen Experten auch in den Jahren 2018-2020 mit stabilem Wachstum mit einem Tempo von 2-4 Prozent pro Jahr. Das freut natürlich die Möbelhersteller aus Italien, welche auch in Deutschland sehr populär sind, vor allem wegen dem einzigartigen Design und dem mediterranen Flair. Italienische Firmen haben daher mehr Selbstbewusstsein und wagen trotz großer Konkurrenz den Schritt ins Ausland. Zu diesen Firmen gehört auch Unopiù, die dieses Jahr für ihre exklusive Gartenmöbel bereits das vierte Flagship Store in Deutschland inauguriert hat.

Diese positive Prognose ist erfreulich nicht nur für italienische, sondern auch für deutsche Möbelproduzenten, weil ihre Produkte in Italien einen guten Ruf haben. Hinzu kommt noch, dass in Italien der Umsatz ausländischer Möbelproduzenten im letzten Jahr um 3 Prozent gestiegen ist und dass ein besonders starkes Wachstum der Nachfrage in den Bereichen „Badezimmermöbel“, „Büromöbel“, „Handelsmöbel“ und „Polstermöbel“ erwartet wird. Denn gerade in diesen Bereichen sind deutsche Hersteller besonders stark vertreten. Bedenkt man, dass diese Bereiche 16-25 Prozent des gesamten Umsatzes ausmachen, so wird klar, dass deutsche Möbelhersteller in den nächsten Jahren mit kräftigem Wachstum zu rechnen haben. Besonders stark betroffen werden diejenigen Möbelexporteure sein, die mittelpreisige Möbelstücke in Italien anbieten.

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