Duisburger Klimakonzept auf den Weg gebracht

Der Umweltsausschuß der Stadt hat aktuell entschieden ein neues Klimakonzept auf den Weg zu bringen. Ein 260-seitiges Kompendium ist dazu gerade erschienen. Drei neue Klima-Manager soll die Stadt künftig beschäftigen, um das Konzept sinnvoll unters Volk zu bringen.

Tja, ich würde dazu gerne einen fachlich relevanten Artikel verfassen, aber ich habe viel zu wenig Zahlenmaterial um sachgemäß vortragen zu können.

Gerade in diesem Bereich geht doch vieles durcheinander. Z.B. bei der E-Mobilität gibt es derzeit auch Zahlen zur CO2-Bilanz, so daß sich ein E-Auto erst nach 8 Jahren gegenüber einem Verbrenner rechnet.

Die Gegner der Kohle-Verstromung halten den Befürwortern entgegen, dass jetzt schon der Strom aus regenerativen Erzeugungsformen  den Strombedarf locker decken kann, weil zB schon Stromüberkapazitäten ins Ausland verkauft würden. Und auch die befürchteten Arbeitsplatzverluste können angeblich locker kompensiert werden.  Was ist nun wahr oder korrekt?

Ich denke mal das Ganze Thema ist so unübersichtlich und komplex, dass alle alles und jeder jedes behaupten kann. Ich wäre anmaßend dazu auch nur einen sinnvollen Vorschlag machen zu können.

Ich würde daher sämtliche Anstrengungen dahingehend ausrichten jedweden Ausstoß von CO2 so gering wie möglich und so umfangreich wie nötig zu gestalten.

Wenn aber schon bei den Abgaswerten und Verbrauchangaben unserer Autos gemauschelt wird, wie soll da irgend jemand auch nur verlässliche Zahlen aufbieten können die helfen, die Verursacher in ihre Schranken zu weisen, weil man ihnen die prozentuale Schuld für den CO2-Ausstoß eindeutig nachweisen kann.

Ansonsten würde ich auf CO2-Vernichtung oder -Umwandlung zu setzen. Lesen Sie dazu mal bitte diesen Artikel: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21989-2017-10-13.html

Lesen Sie auch hier: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-7933-2008-03-11.html

Ich bin jetzt mal anmaßend: Deshalb würde ich auf jeden Fall keine neuen Kohlefördergebiete mehr erschließen, genauso wenig neue Ölfelder und Gasfelder. Insofern müssten sich alle Industrien die auf Energien oder Rohstoffen daraus angewiesen sind über kurz oder lang auf Alternativen einstellen oder sparsamer damit umgehen und auf Recycling setzen. Solange aber in diesen Rohstoff-Bereichen noch in Oligopolen oder sogar Monopolen irrsinnig viel Geld verdient wird kann sich jeder ausrechnen was passieren wird, vor allem wenn entsprechende Lobbyarbeit ihre Ziele in der Politik nicht verfehlt. Nichts.

Zum Schluß noch was: Wenn aber so Typen wie Sören Link & Konsorten dafür sorgen, dass erst (die) Bäume aus dem Stadtgebiet verschwinden um dann kurze Zeit später von Klima-Schutz zu labern, dann könnte ich kotzen.

Lesen Sie mal dazu: http://www.n-tv.de/wissen/Baeume-wachsen-in-Staedten-schneller-article20131327.html

Fazit: Der effizienteste Klima-Schutz wäre also diese Art unfähiger Politiker auszutauschen und durch besser geeignete zu ersetzen. Und soviel Zeit wie sich die Sondierer in Berlin lassen, haben wir eigentlich gar nicht mehr.

2 thoughts on “Duisburger Klimakonzept auf den Weg gebracht

  1. Lieber Herr Schulze,

    wenn Sie sich auf Fakten aus DU beschränken, kommen Sie nicht weiter, wie an folgendem NRZ-Artikel und meinem Kommentar zu sehen. Da spielen auch die Presse und deren Journaillisten fleißig mit. Weniger Fakten geht nicht. Recherche, Nachhaken? Wo kämen wir denn da hin?

    https://www.nrz.de/staedte/duisburg/klima-neues-konzept-fuer-die-stadt-duisburg-id212578153.html

    Mein Kommentar:

    So recht kann ich mit dem Artikel nichts anfangen, werden doch höchstens wie gewohnt mit schwammigen Formulierungen bloße Absichtserklärungen wiedergegeben, bei denen der Journaillist auch nicht nachhakt.

    Wir sind z.B. gewohnt, daß schon 10 Jahre nach Errichtung und Eröffnung von Logport 1 in Rheinhausen über ein stadtweites LKW-Straßenkonzept begonnen wurde nachzudenken. Das wurde dann natürlich als Glanzleistung entsprechend gefeiert. Bei Logport 3 wollte man die LKWs unreguliert einfach auf die öffentlichen Straßen entlassen, hätten wir Bürger/innen uns nicht gewehrt.

    20% CO2-Reduktion bis 2032 (also in 15 Jahren) heißt, daß wir bis 2050 (Ziel: 90%) den Rest von 70% in 18 Jahren erledigen müssen. Bei dem gewohnten Tempo der Verweser und Verwalter der Stadt eine schiere Illusion.

    Da schaffte man/frau doch lieber die Baumschutzsatzung ab, was diesen Zielen zusätzlich zuwiderläuft.

    Noch ein Beispiel: Der EU ließ die Stadt über das Umweltministerium in Berlin nach Brüssel kabeln, daß man emsig dabei sei, gemäß den EU-Auflagen die Begrünung von stark belasteten Straßen voranzutreiben und säbelte gleichzeitig einen nach dem anderen Baum z.B. an der hochbelasteten Mercatorstraße ab. Klimaschutz aus dem Premiumsegment. Und eine Falschaussage obendrein.

    Das Personal scheint mir auch nicht sehr geeignet, wenn z.B. eine Juristin im Umweltschutz dilettiert. Da helfen auch 3 neue Umweltmanager nicht. Auf deren Fachkompetenz bin ich schon jetzt gespannt. Kosten werden sie auf jeden Fall

    Fazit: Alles wie gewohnt. Buy-buy, Duisburg, bye-bye

    Und die fachkundigen Vorschläge von uns Bürgern? Die werfe ich jetzt gleich in die öffentlichen Müllkörbe als meinen „Beitrag zur Stadt“, wie es bisher so schön hieß …

    Harald Jochums / Archetekt / Duisburg-Rheinhausen