Grandseigneur der Duisburger SPD nimmt Sören Link in Schutz – wie niedlich!

Ganz aktuell der Tagespresse zu entnehmen:

Mettler verteidigt VRR-Tarif A3

Wow, der Grandseigneur der Duisburger SPD-Genossen Herbert Mettler himself schmeißt sich für Genossenkollege und OB Sören Link in die Bresche. Der hatte nämlich eigenmächtig-großspurig verkündet er wolle -wie Klein-Sonnenprinz- einfach mal den VRR-Tarif in Duisburg von Stufe 2 auf Stufe 3 erhöhen lassen – ohne den Stadtrat zu befragen. Dies würde eine Verteuerung für die Fahrgäste bedeuten, ohne dass sich sonst am Leistungsportfolio des hiesigen ÖPNV etwas verbessert hätte. Lediglich die Kassen der DVG würden klingeln, was ja auch seinen Niederschlag im Duisburger Haushalt finden könnte, vielleicht, irgendwann, irgendwie. Wahrscheinlich werden aber vorher eher noch die DVV- oder DVG-Vorstandsbezüge steigen. Das nur am Rande.

CDU und Junges Duisburg hatten sich ja auch schon über die eigenmächtige Vorgehensweise des OB mokiert. Und die haben jetzt richtig Angst aufgrund des Mettler-Machtworts.

Nun ist es so, dass der VRR Gremien hat, die diese Erhöhung beschließen können. Herr Link spielt da eigentlich keine große Rolle. Er kann Vorschläge unterbreiten oder anregen, das war`s. Dass er diese mit dem Stadtrat absprechen müsste ist nicht notwendig, aber er könnte es, was wiederum einer demokratischen Grundhaltung entspräche. Dann könnte der Stadtrat beschließen den VRR um einen Erhöhung zu ersuchen. Wäre bei der derzeitigen Stadtratsbesetzung und Mehrheit zwar irgendwie auch Quatsch, weshalb Herr Link wahrscheinlich sofort die Abkürzung nahm.

Das alles wird aber von Großmeister Mettler nicht gesagt. Er dagegen verteidigt die anstehenden ÖPNV-Großtaten ( Zitate aus der RP online vom 20.10. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/mettler-verteidigt-vrr-tarif-a3-aid-1.7154050 🙂

Der ÖPNV in Duisburg ist mit einer höchst motivierten Belegschaft … gut und leistungsfähig … und wird in den nächsten Jahren noch besser werden.“ … neue Straßenbahnen und Busse, … Sicherheit der Fahrgäste werde verbessert. Zusätzliche und optimierte Linienverläufe … deutlicher Ausbau der Nachtbusse seien mit dem neuen Nahverkehrsplan geplant.

Tja, da sind so viele Zukunftsversprechen drin, dass man eigentlich sagen sollte: Dann mach mal erst und erhöh dann die Preise, wenn die Dinge auch so passiert sind wie sie vollmundig versprochen werden!

Vergleich: Eh, die Pommes sind jetzt teurer, weil ich werde bald eine neue Friteuse haben. M.a.W.: Vorfinanzier mir gefälligst die Friteuse, Du ArschBlödKundePommesFresser!

Lieblich auch wie Mettler die Belegschaftsseelen des ÖPNV umgarnt: „höchst motivierte Belegschaft“. Woher weiß der das alles? Typisch Polit-Sprech, alles ist super, alles wird noch besser. Und ich muß kotzen.

Schlußendlich ist es aber doch ganz niedlich und putzig wie Sören Link hier verteidigt wird.  Ich lach mich scheckig über diese Typen und ihr Gehabe. Wie Papa und Sohn oder König und Prinz.

Ich seh die beiden schon vor meinem geistigen Auge angesichts des kommenden Weihnachtsfestes auf Sandschloß Duis-Burg:

„Du Papa Mettler?“

„Ja, Sören.“

„Darf ich mit den Bussen und Bahnen vom ÖPNV spielen?“

„Aber klar, sind doch Deine Spielsachen und damit kannst Du machen was Du willst.“

„Danke Papa, Du bist der beste Papa den es gibt.“

 

Hier mal die Funktionen von Herrn Mettler:

https://sessionnet.krz.de/duisburg/bi/kp0050.asp?__kpenr=1741

 

 

One thought on “Grandseigneur der Duisburger SPD nimmt Sören Link in Schutz – wie niedlich!

  1. Ich war ausgesprochen amüsiert, als ich Mettler’s Einwurf in der Rheinischen Post gelesen habe. Oder in Trappatoni-Deutsch ausgedrückt: „Was erlauben Mettler ?“.
    Ich bin mir ziemlich sicher. dass Herr Mettler seit Jahren / Jahrzehnten keine DVG-Straßenbahn mehr von innen gesehen hat (Sonderfahrten ausgenommen) -insbesondere zu Hauptverkehrszeiten-. Ebenso wenig wird er sich die „Stadtrundfahrten“ diverser Buslinien z.B. im Duisburger Süden antun wollen. Und mit der angedrohten Reform wird das alles nicht besser werden, sondern das Gegenteil ist der Fall.
    Als Aufsichtsratsvorsitzender der DVG sollte es allerdings seine verdammte Pflicht sein, sich regelmäßig diesen Kick zu geben. Gerade in aktuellen Zeiten zum Beispiel auf der Linie 901, wo fast jede zweite Bahn „entfällt“.

    Solange Herr Mettler solche Selbstversuche nicht nachweislich praktiziert, solange kann ich seine Ausführungen wirklich nicht ernst nehmen.