Ist Duisburg bei Gästen so beliebt?

Ist Duisburg bei Gästen wirklich so beliebt wie es derzeit in der Presse verkündet wird? Hier z.B. https://www.derwesten.de/staedte/duisburg/tourismus-boom-in-duisburg-darum-hat-die-stadt-so-hohe-uebernachtungszahlen-wie-nie-zuvor-id212180759.html

Gemäß der Übernachtungszahlen der örtlichen Hotellerie soll es angeblich so sein. Daraus wird gefolgert – so zB Herr Rüscher von der IHK-, daß das Aussenimage von Duisburg viel besser ist als das innerhalb der Stadt. Aha.

Nun, dann will ich an dieser Stelle, bevor zu viel Euphorie ausbricht, weil man uns u.a. in Kasachstan so lieb hat, mal einiges zum Besten geben:

  • Duisburg profitiert von seiner günstigen Lage in der Nähe zu zwei oder drei Messestandorten, Essen und Düsseldorf sowie ev. auch noch Köln.
  • Günstig bedeutet also räumliche Nähe aber auch aufgrund der Hotelpreise. Letztere ergeben sich auch aus der Konkurrenzsituation vor Ort und der Auslastungsquote inkl. der Kostenstrukturen der Hotels.
  • Von einer guten Hotelauslastung spricht man in Städten wie Duisburg dann, wenn diese bei mind. 60-70% liegt.
  • Ob der RevPar = Revenue per available room (Erlös pro verfügbarer Zimmerkapazität) in Duisburg stimmt ist fraglich.

 

Der vorgenannte Artikel in derwesten.de enthält einige wichtige Kennzahlen für Duisburg. So liegt die Übernachtungszahl bei 500.000 p.a. und die Hotelbettenzahl beträgt 3.500. In der Schule haben wir gelernt wie nun gerechnet wird.

500.000 dividiert durch 3.500 macht aufgerundet 143, d.h. 143 Nächte war in Duisburg ein Hotelbett durchschnittlich jährlich belegt. Das ist eine Auslastungsquote von knapp 40%.

Dies müsste man pro Hotel mit dem Bettenpreis abgleichen um den RevPaR zu erhalten. M.a.W.: 40% können bei horrenden Zimmerpreise sicherlich profitabel sein. LOL.

Fazit: Wenn ich nun nicht ganz blöd gerechnet habe, ist Duisburg gar nicht so beliebt oder die Hoteliers machen Miese.

Vorschlag: Wie wäre es, nun noch die Freier in Duisburg zu zählen, die von ausserhalb kommen, die Beischlafhäufigkeit mit der Anzahl der Prostuierten, mal oder minus der Bumsbettenzahl usw.?

Ach ja und wenn man als Stadt besonders beliebt erscheinen will, dann reißt man alle Hotels ab, baut eins mit 100 Betten und hat dann ständig eine riesengrössere Nachfrage die vom Angebot nicht befriedigt werden kann. Dann liegt der Beliebtheitsquotient besonders hoch oder eben besonders niedrig, je nachdem was die, die kein Bett bekommen davon halten.

Schlußbemerkung: Warum veräppeln uns manche Leute eigentlich ständig?

 

 

 

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