Duisburger DOC: Langsam nervt’s.

So langsam nervt mich die Diskussion bzw. das Werben um Stimmen für das DOC und dagegen. Wenn bis zum 24.9. nicht wirklich was neues mehr kommt – von beiden Seiten, dann ist meinerseits erstmal Funkstille. Heute hatte der Investor aufs Gelände geladen und eine Pressekonferenz(PK) gegeben. Ich habe mir die Pressemeldung(PM) mailen lassen und vorliegen, da ich nicht erwartet habe vor Ort etwas wesentlich neues zu erfahren. Und so war es auch.

Es wurde laut PM nämlich nur von allen anwesenden Verantwortlichen seitens des Investors (Herr Krieger, Frau Metz(seine Vertraute), Herr Sommer (Neinver=DOC-Betreiber)) das altbekannte wiederholt:  DOC ist toll, jetzige City ist doof, DOC in der City ist auch doof. Duisburg ist toll, aber mit DOC wird es toller.

Letzte Woche hab ich mal eine Gruppe von Jugendlichen, so um die 17-19 Jahre dazu befragt:

Ergebnis 1: fast alle wollen aus Duisburg weg // Ergebnis 2: fast alle fahren lieber ins Centro, nach Essen oder D’dorf // Ergebnis 3: die City ist blöd, DOC ist egal => s. Ergebnis 1

 

 

4 thoughts on “Duisburger DOC: Langsam nervt’s.

  1. Manche Jugendliche kommen aus der 8.Klasse mental nie raus.

    Was haben Sie denn neues erwartet?
    Die Initiative ist jetzt in der Endphase des Wahlkampfes:
    -gut besuchter Stand beim Platzhirschen, viele entspannte Gespräche;
    gefühlte Ansichten: 90:10 gegen das outlet, also JA zu Duisburg.
    -Werbespots bei Studio 47, z.B. heute zum Frühstücksfernsehen
    -Beiträge bei Radio Duisburg
    -Großplakatwerbung
    -Ein „Magazin“ an den Infoständen, demnächst permanentes Infozelt
    in der Innenstadt.
    – 12.09.: Liebfrauenkirche Podiumsdiskussion
    Ist das nix? Haben wir was vergessen?

    Krieger will sicher noch gleich ziehen.

  2. Michael Schulze 4. September 2017 at 16:42:36 - Author

    @Dietmar Beckmann
    Ihren Hinweis auf die Jugendlichen ignorier ich mal.
    Ich beschäftige mich mit der City nun schon ziemlich lange und intensiv. Und ich habe eine Menge Retail-Erfahrung aus dem In- und Ausland.
    Inzwischen werden nur noch die bekannten langweiligen Argumente gebetsmühlenartig ausgetauscht. Ist fast wie Merkel vs. Schulz. Gähn.

    Was neues aus Sicht der Gegner wäre endlich mal aufzuzeigen wie die „alte“ City besser werden soll. Denen geht es nur um „kein DOC“. Haben sie das verhindert, pennen sie weiter.

    Was neues aus Sicht des Investors wäre aufzuzeigen wie denn durch 130 Shops in einer Mall / einem Center das Duisburger Image verbesert werden soll. Wie kann überhaupt durch Outlet-Shopping ein Stadt-Image verbessert werden? Diese Art Shopping ist künstlich, so als würde man Rinder auf einem Kunstrasen grasen lassen. Was er sonst noch anbietet an Bürgerbeteiligung wie Park, Museum, Eventflächen etc. würde ich mir schriftlich geben lassen, auch was die 100%ige Kostenübernahme durch ihn angeht (Baukosten und Betriebskosten!).

    BESSER WÄRE:
    Die City sollte zugeben, dass sie am Ende ist und der Investor sollte zugeben, dass er Profit machen will und ihn Duisburgs Fläche dabei nur als Standort interessiert, sonst nix.

    Haben Sie sich mal gefragt warum die Initiative eigentlich von einem Herrn Oberpichler und seiner PR-Agentur angeführt wird und nicht von einem tatsächlich direkt Betroffenen aus der City wie Kaufhof, C&A, Forum usw. oder vom City-Marketing?

    Ein paar wenige kleine Händler machen mit, wir haben aber ca. 400 Betroffene in Duisburgs City, wo waren/sind die alle? Auf den Sitzungen der Initiative hab ich die kaum angetroffen. Wir waren nur immer 10-13 Leute. Kaum Händler.

  3. Norbert Krambrich 4. September 2017 at 19:23:51 -

    Am besten eine ganz Neue, ganz Hippe, ganz innovative Innenstadt aufbauen, so ne Mischung aus Essen, Düsseldorf, London , Paris und New York und natürlich die gesamte Bevölkerung austauschen.Seitdem Josef Krings Ende der 80iger verkündete, Duisburg müsse Essen als Einkaufsstadt den Rang ablaufen höre ich jetzt den gesamten Schmus.Und was ist passiert, die Straßenbahn ist verschwunden, Einkaufspaläste, Nasspiele und Möchtegern Szene-Gastronomie hinzugekommen, etwas Gewachsenes, in sich Schlüssiges nie entstanden.Die Innenstadtlastigkeit der letzten beiden Jahrzehnte hat sich für Duisburg und seine bezirksorientierten Traditionen als kontraproduktiv erwiesen.Duisburg hat noch nie einen traditionellen Stadtkern mit entsprechend gewachsenen Strukturen gehabt, als Homberger und Rheinhausen fuhr man nach Moers und Krefeld, im Duisburger Norden orientierte man sich nach Dinslaken und Wesel, der Duisburger Süden fühlte sich Düsseldorf näher, Duissern und Neudorf zog es nach Mühlheim.Insofern denkbar schlechte Voraussetzungen für einen großen Wurf in der Innenstadt.Heute liegen Innenstadt (wie gehabt) und die meisten Bezirke da nieder, Zeit für eine Generalrevision.