UNSER OBERBÜRGERMEISTER – ganz Duisburg gerät ins Schwärmen! Ganz Duisburg?

UNSER OBERBÜRGERMEISTER, so ist das aktuelle Wahlplakat von OB Sören Link, dem Amtsinhaber seit 2012, untertitelt. Da gerät man ja richtig ins Schwärmen und muß flugs gucken, an wen man denn die Leistungsbilanz des noch jungen Mannes mit der dynamischen Ausstrahlungsbrille -Marke „elitepartner“-   heute wieder ausgeliehen hat.

Ein Plakat mit einer echten Aussage, die auch noch stimmt. Und so als wüssten wir das nicht bereits. Foto: JoJo 2017

Darauf stehen nämlich etliche wirklich hervorragende Punkte die sich jeder gerne kopieren möchte um sie sich an die Schlafzimmerdecke zu nageln:

  1. Er nahm an den meisten Ratssitzungen teil.
  2. Er nahm seine Aufsichtsratsposten ernst und nahm an den meisten AR-Sitzungen auch teil.
  3. Er ist Vorsitzender in wahnsinnig vielen Gremien.
  4. Er ist super engagiert beim MSV.
  5. Puh, erstmal verschnaufen.
  6. Er hat geheiratet.
  7. Er pflegt sich und läßt schöne Fotos von sich machen.
  8. Er schreibt unglaublich viele Sachen in denen tolle Dinge angekündigt werden.
  9. Er hat versucht seine Antrittsversprechen aus 2012 alle einzulösen.
  10. Nochmal verschnaufen. Ist aber auch wirklich viel.
  11. Er war meist pünktlich in seinem Büro und hat auch mal den Kaffee für alle selbst gekocht.
  12. Er hat inländische und ausländische Gäste empfangen und sicher auch lecker mit ihnen gegessen.
  13. … upps, jetzt bin ich tatsächlich eingeschlafen. Ach ja, er hat einigen Hungrigen ’ne Currywurst ausgegeben.

So liebe LeserInnen jetzt seid Ihr dran. Nutzt die Kommentarfunktion und ergänzt meine Leistungsbilanz, die natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und deren Reihenfolge vollkommen willkürlich ist.

Los jetzt, ich will was lesen! SPD-GenossenInnen, haut rein in die Tasten! Besonders die Ochsentour-Neulinge sind gemeint. Hier könnt Ihr Euch so richtig einschleimen. Ich habe sicherlich eine Menge vergessen.

 

13 thoughts on “UNSER OBERBÜRGERMEISTER – ganz Duisburg gerät ins Schwärmen! Ganz Duisburg?

  1. – Er rühmt sich des ödesten Bahnhofsvorplatzes aller Zeiten – mit einem roten, aus „Betonplatten geknüpften“ Teppich am Bahnhofsausgang. Leider ist der schon jetzt wieder versaut.
    – Er hat kostenträchtige Bürgerbeteiligungen angeregt, die garkeine waren: Bürger beteiligt Euch, aber redet uns nicht rein: Bahnhofsvorplatz, Kantgarten, Stadtbad/Rhein-Ruhrhalle, Image-Kampagne …
    – Er findet den neuen Busbahnhof gut, der möglichst fern des Hbfs und an einer zugigen, großen Straßenkreuzung liegen wird.
    – Er findet das FOC neben dem Hbf gut, obwohl: Outlet – Let it out, let it be.
    – Er hatte nichts dagegen, die Baumschutzsatzung ersatzlos zu streichen.
    – Er wollte mit uns Bürgern quatschen, um uns kennenzulernen – nach 4 Jahren Amtszeit! Dazu hat er Currywürste ausgegeben und sich in die 2. Sackgasse der Untermauerstraße gestellt, wo’s öder nicht sein kann und die einer der schlimmsten Planungssünden der Stadt ist.

    Nur mit den Fremdwörtern hapert es noch etwas. So sagte er im Studio 47 in einem Interview, die geplante Wohnbebauung in Hochfeld am Rhein sei wichtig, weil sonst so viele Bürger „ins Umland diffundieren“ …

    Na, dann …

    Harald Jochums / Archetekt

  2. Ich versuche mal zu vervollständigen:

    Und nicht zu vergessen die Spatenaktionen aller Sören Link

    Schekking Hands in den Kitas

    und die etlichen Bierfässer die er angestochen hat

    ich werde weiter versuchen mich zu Erinnern, auch wenn es schwer fällt, ich gebe mir Mühe.

  3. Thomas Rodenbücher 16. August 2017 at 07:02:47 -

    – Er würde gerne Südosteuropäer gegen Syrer tauschen
    – Er findet Bürgerbeteiligung bei der Baumfällaktion auf der Mercatorstraße blöd
    – Er hat ein gutes Händchen bei der Personalauswahl (Wiedenbrück)
    – Er weiß nicht was in seinem Laden so alles abgeht und erfährt es meist erst aus der Zeitung (Fall Bivsi)

  4. Für die SPD-Stammwählerschaft reicht das Plakat doch aus. Da sind alle Aussagen drin, die wichtig sind. Mit mehr Inhalt, würde man die alten Leute doch nur überfordern.

  5. Wie beurteilen Sie die Leistungsbilanz von Oberbürgermeister Sören Link
    von seinem Amtsantritt 2012 bis heute?

    top
    177 Stimmen (11.98%)

    sehr gut
    108 Stimmen (7.31%)

    gut
    71 Stimmen (4.80%)

    befriedigend
    68 Stimmen (4.60%)

    ausreichend
    102 Stimmen (6.90%)

    mangelhaft
    315 Stimmen (21.31%)

    ungenügend
    505 Stimmen (34.17%)

    Es gibt nichts
    zu beurteilen.
    132 Stimmen (8.93%)

    1478 Stimme(n) gesamt
    zur Abstimmungsauswahl

  6. Michael Schulze 16. August 2017 at 13:55:33 -

    Wo bleiben die Kommentare seiner Freunde, Bekannten, KollegenInnen, MitarbeiterInnen, GenossenInnen, WahlkampfhelferInnen?
    Gibts doch nicht, sonst sind sie doch immer schnell zur Stelle? Wenn nicht jetzt, wann sollte die Gelegenheit besser sein, so kurz vor der Wahl? Ich verstehe die Zurückhaltung nicht. Selbst engagierte Schönschreiber wie Herr Lorenz lassen „sich nicht blicken“.

  7. Man sollte bei der Rückschau auf das Wirken von Herrn Link auch nicht vergessen, das er sich 2014 auch zum Direktor des Lehmbruck-Museums aufgeschwungen hat. Denn für die Absage einer Ausstellung wäre im konkreten Fall Frau Dinkla zuständig gewesen, und nicht jemand aus dem Kuratorium. Zu der hanebüchenen Begründung für diese Absage äußere ich mich lieber nicht.

    https://www.engels-kultur.de/totlast-eines-moechtegern-stadtfuersten

    Weiter fällt mir noch das horrende Ruhegehalt des ehemaligen Vorsitzenden der StSpk Duisburg ein. Und wer hat’s durchgewinkt ?

    https://www.waz.de/staedte/duisburg/ex-sparkassen-chef-in-duisburg-bekommt-30-000-euro-luxus-pension-pro-monat-id9485767.html

    Ansonsten erwarte ich in den kommenden Wochen noch mehr Fotos als sonst von Herrn Link in der Lokalpresse. Ältere Zeitungsleser werden sich erinnern: Frau Bärbel Zieling war OB von 1997 – 2004. Nach einer gefühlten Dauerpräsenz in der WAZ (gefühlte drei Fotos pro Tag, und das monatelang) wurde sie 2004 abgewählt.

  8. Ich bin politisch eher neutral, aber dieses ständige sören-link-bashing beginnt einfach nur zu nerven…

    • Thomas Rodenbücher 17. August 2017 at 07:05:12 -

      Detlev, das hat doch nichts mit bashing zu tun. In einem Monat sind Wahlen. Dass man jetzt vermehrt über „Fehlgriffe“ des Stadtoberhauptes (der dem Bürger 2012 noch den „Neuanfang“ versprochen hat) liest, ist doch genau diesem Termin geschuldet.

  9. Norbert Krambrich 17. August 2017 at 09:58:06 -

    Link findet man hier also Mist, kann ich durchaus nachempfinden, von Parteien im allgemeinen hält man auch nicht viel, muss man nicht, kann man aber, dafür schätzt man den Bürger.
    Was aber ist wenn der Bürgerwille dann mal einen Bewerber in die Stichwahl schickt, von dem man nicht weiß, ob er Erdogan ganz, ganz toll findet oder vielleicht auch nur ein bißchen, irgendwie was mit Diktatur light eben.?Oder dann doch direkt die große Lichtgestalt der Demokratie, die Nazi- Frontfrau, hier an anderer Stelle Außenseiterin genannt.Dann darf man Duisburg auch ganz offiziell für tot erklären, Parteien sind halt doof, der Wähler aber auch nicht immer viel klüger.

  10. Michael Schulze 17. August 2017 at 12:58:49 -

    @Detlev
    Wie Thomas Rodenbücher schon schreibt. Und es findet doch sonstwo nirgends eine echte Kritik statt. Alles ist so weichgespült wie in der Lenor-Werbung.
    Sie müssen die Link-Artikel aber auch nicht lesen.

    @Norbert Krambich
    Wählen gehen hilft. Und natürlich ist der Bürger/Wähler(w/m) der Wichstigste. Und, nein, von Parteien wie sie sich gebärden halte ich gar nichts und das darf ich doch auch schreiben.

    Was hier stattfindet ist demokratisch ich kann nichts Gegenteiliges erkennen. Alle haben die selben Chancen, auch Frau Händelkes und Herr Durmus. Wenn die beiden mehr Anhänger aktivieren können als andere, dann liegts doch an den anderen gegenzuhalten.

    Wir fördern diese Kandidaten ja nicht einseitig oder durch Schlechtmachen von Amtsinhabern. Wo kommen wir denn hin wenn ich keine Kritik mehr üben darf?

    Wenn ich Ihre Zeilen deute, müsste ich ja die „demokratischen“ Parteien über den Klee loben ebenso wie deren Vertreter. Und Leute wie Händelkes und Durmus müsste ich komplett totschweigen oder zumindest scharf kritisieren. Die beiden haben aber aktuell gar kein Amt, außer Frau Händelkes im Rat, wo sie mir aber nicht großartig auffällt.

    Wieso ist denn die Stadt in so einem desolaten Zustand? Ich würde sagen die Antwort fällt da ziemlich konkret und sehr einfach aus.

    Und ja, Herr Link ist in den letzen fünf Jahren maßgeblich daran beteiligt. Und jetzt will er wiedergewählt werden. Sollte er wiedergewählt werden, glaube ich nicht das irgendetwas besser wird. Der Mann ist aus meiner Sicht VOLLKOMMEN ungeeignet. Das sagen ja sogar SPD-Leute hinter vorgehaltener Hand. Letzteres sagt dann einiges über diese Partei aus.

    Aber wie gesagt, es entscheiden die Wähler.

  11. Für mich ist Herr Link Stellvertreter der Duisburger Verwaltungsspitze und als dieser muss hoffentlich als Konsequenz hundsmiserabler, langjähriger sozialdemokratischer Steuerung der Stadtentwicklung, im September seinen Posten räumen. Zu gerne würde ich auch noch einige Personen aus dem Stadtplanungsamt, dem Jugendamt, dem Sozialdezernat etc. und Großkopferte unserer STADTTÖCHTER entfernt sehen! Aber wer sollte deren Jobs übernehmen?
    Rhetorische Frage: Wer will als gut ausgebildeter, junger, intelligenter Mensch in und um Duisburg wohnen und arbeiten? Genau! Und wen soll ich jetzt bitte im September wählen? Herpes, Pest, Cholera?

  12. Michael Schulze 18. August 2017 at 16:35:04 - Author

    @Masern eV
    Genau, Herpes, Pest, Cholera, das ist auch mein Problem, und das vieler Leute die ich kenne.

    Ich denke aber es die zur Zeit grassierende Fassadenlaber-Bongolitis. Diese tückisch ansteckende Krankheit zeichnet sich dadurch aus, dass durch wildes Träumen (u.a. im Schlaf laut labern) unheimliche Gebilde mit gigantischen Fassaden im Kopf entstehen. Hinter den Fassaden verbirgt sich nichts aber es wird wild getrommelt damit sich andere zumindest die Fassaden anschauen. Man wird schweißgebadet wach und muß sich die Hände sofort in Unschuldswasser waschen.

    Wer auf diese Kranken trifft bekommt sofort einen Würgereiz. Darum hält man sich fern. Politiker dagegen lieben die Nähe und die Inkubationszeit ist besonders bei ihnen äusserst kurz.