DFB Pokal: MSV Duisburg – FC Nürnberg – MSV mutloß gegen den Club

Am Montagabend empfingen die Zebras den Club aus Nürnberg zum DFB-Pokalspiel ​ in der Schauinsland Reisen Arena​. Mit viel Euphorie pilgerten die Zebra-Anhänger in die Spielstätte der Zebras um ihrer Mannschaft die Daumen zu drücken.

​“​Endlich ein machbarer Gegner zum Auftakt​“, so​ lautete die Meinung bei vielen Menschen im Umfeld der Zebras vor der Partie. Nürnberg hat sich unter Neu-Coach Michael Köllner ​stark ​gefestigt. Der 47 jährige Fußballlehrer hat es geschafft den Club zu stabilisieren​, zuvor agierte Köllner als NLZ Leiter und U21 Trainer im Frankenland.​

Der Liga-Auftakt für den FCN lief nach Maß, während die Zebras ​sich noch in der Findungsphase befinden. Die Verantwortlichen der Zebras leisten großes, denn eine umgehende Rückkehr in Liga 2 nach dem Abstieg ist nicht selbstverständlich. Duisburg konnte sich immer auf seine Sponsoren, Mitarbeiter und Fans verlassen. Insbesondere in schweren Zeiten zeigte die Zebra-Familie bundesweit, dass Duisburg eine Adresse im deutschen Fußball ist.

Die Zuschauer haben einen echten Pokalfight erwartet. Bereits in der Anfangsphase wurde aber klar, dass der Club das Zepter ​der Partie übernommen hat. Die Franken konnten sich zahlreiche Offensivaktionen erarbeiten​, während der MSV zu harmlos in die Zweikämpfe ging. Oftmals gelang es dem Club über die Flügel das Spiel zu gestalten. Herrliche Passkombinationen der Gäste brachten dem Club viele Torabschlüsse.

​Belohnt wurde das Engagement der Gäste mit dem 0:1 in der 21. Spielminute als Behrens das 0:1 erzielen konnte. Nach dem Rückschlag erhofften sich die Zuschauer eine Trotzreaktion, so wie es damals mit Spielertypen wie Georg Koch, Mokthari, Idrissou, Tararache etc. üblich war. ​Das 0:2 ​folgte in der 41. Spielminute durch Margreitter.

​Ebenso unvergesslich ​ bei den Fans​ die Pokalelf von 2011. ​ Viele Zuschauer unterhielten sich über ihre ehemaligen Helden von 2011. ​Lautern und Cottbus wurden in der heimischen Arena regelrecht an die Wand gepresst. Der MSV war am Montagabend einfach zu harmlos für ein Heimspiel​, wo es um so viel Geld für die Clubkasse ging​.​ ​

Auf Coach Ilia Gruev wartet noch viel Arbeit ​, gemeinsam mit seinem Trainerteam muss er wohl das Thema Deffensivverhalten bei Standardsituationen angehen.​

​Ein Kompliment kann man an die Zuschauer des MSV Duisburg aussprechen, denn auf den Rängen wurde gekämpft bis zum Schlusspiff. Eine Einstellung die sich auch auf die Aktiven übertrug. Der Club agierte im zweiten Durchgang eher mit einem Abwehrpressing, was dem MSV Zug zum Tor bot. Die Fehlpassqoute war aber zu hoch​. ​Hoffnung machte allerdings die Schlußphase. Die Zebras hatten mehr Zug zum Kasten des FCN der Abschluss jedoch nicht konsequent genug, um eine echte Gefahr darzustellen. Das Strafstoßtor von Kevin Wolze in der Nachspielzeit kam zu spät. Nun geht es für den Zebraexpress zum FC Heidenheim. Die Badner sind mittlerweile eine feste Instanz in Liga 2. Es wird kein Zuckerschlecken. ​

 

MSV Duisburg – 1.FC Nürnberg 1:2 (0:2)
MSV Duisburg: 
Flekken – Erat, Bomheuer, Nauber, Wolze – Souza (71. Wiegel), Fröde, Schnellhardt, Stoppelkamp (79. Iljutcenko) – Brandstetter (58. Onuegbu), Tashchy
1. FC Nürnberg: Kirschbaum – Leibold, Löwen (54. Petrak), Margreitter, Valentini – Kammerbauer, Kerk (82. Fuchs), Möhwald (68. Jäger), Behrens, Salli – Ishak
Tore: 0:1 Behrens (21.), 0:2 Margreitter (41.), 1:2 Wolze (90+4.)
Gelbe Karten: Stoppelkamp, Bomheuer, Nauber, Iljutcenko – Kirschbaum, Jäger
Schiedsrichter: Christian Dingert (Thallichtenberg)
Zuschauer: 15.576

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