70 Frauen und 88 Kinder fanden Schutz im Duisburger Frauenhaus

70 Frauen und 88 Kinder fanden 2016 Schutz im Duisburger Frauenhaus des Evangelischen Christophoruswerkes. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn die Nachfrage übersteigt das Angebot. Rund 240 Platzanfragen sind ablehnt worden, weil kein freier Platz mehr im Frauenhaus vorhanden war. Personalstärke und die unzureichende Finanzierung ließen nicht mehr zu.

Haltlos: Frauen und Kinder die Opfer häuslicher Gewalt werden finden in Duisburg immer weniger Schutz. Duisburger Großspender ist unverzichtbar.

Die Personalkosten werden nur noch zu 54% durch das Land gedeckt, ab 2018 nur noch zu 50%. Kosten für Miete/NK werden durch die Entgelte getragen, die die Frauen zahlen – teils mitfinanziert von Jobcenter und Sozialamt. Alle Sach- und weiteren Personalkosten sind nur durch Spenden möglich, seit Jahren macht dies ein Großspender aus Duisburg möglich. Das Frauenhaus Duisburg müssste schließen, wenn es den Großspender nicht mehr gäb.

Jetzt ging ein Schreiben an die Koalition in NRW, denn im Koalitionsvertrag haben CDU und FDP festgeshalten, dass die Arbeit der Frauenhäuser unverzichtbar sei. Im Schreiben wird eine Finanzierung gefordert, die es allen gewaltbedrohten und gewaltbetroffenen Frauen in Duisburg ermöglicht, in einem Frauenhaus Schutz zu finden, unabhängig von Nationalität, Aufenthaltsstatus, Arbeitssituation, Religion, bisherigem Wohnort usw.

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