Gut besuchte Diskussion zum geplanten Duisburger DOC

Am Dienstagabend fand in der Liebfrauenkirche eine gut besuchte Diskussion zum Thema Designer Outlet Center statt. Wir hatten dazu im Vorfeld berichtet. Geladen ware einige Experten die munter mit den zahlreich anwesenden Duisburgern*Innen diskutierten. Eingeladen hatte die Bürgerinitiative „Ja zu Duisburg“.

Wie erwartet war seitens der Stadtspitze (OB Link etc.) oder auch aus den Ratsfraktionen von SPD und CDU, die ja nachwievor das DOC befürworten, niemand da und stellte sich als Befürworter dem Publikum.

Als Experten*Innen waren anwesend:  Thomas Keuer (Verdi-Geschäftsführer) , Prof. Heinrich Blotevogel (Uni Wien, Sozialgeograf), Boris Roskothen (Duisburger Spielwarenhändler), Dr. Hanna Hinrichs (Institut StadtBauKultur), Axel Quester (Duisburger Makler).

Fast unisono war man sich einig, dass ein DOC in Citynähe in Duisburg nicht gebraucht wird. Es biete eben nicht die Vorteile für die Stadt die eine solche Ansiedlung bieten sollte und es würde die jetzige City auszehren und verwaisen lassen. Aber eben nur fast, die Experten schon, doch rund ein Drittel der Diskussionsgäste war noch unentschieden oder sagte sogar „Ja zum DOC“.

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Besonders der Gedanke die Kunden würden nach dem DOC-Besuch noch in die City laufen oder mit einem Shuttle hin- und herfahren (wie seinerzeit vom OB vorgeschlagen) wurde einhellig als komplett illusorisch verworfen.

Was ganz neues und grosses für Duisburg, ein Anziehungspunkt für Auswärtige, waren dagegen die Argumente der Befürworter.

Es bleibt also spannend. Am 24.9. beim Bürgerentscheid wird entschieden. Ob dann tatsächlich ein DOC kommt, wenn es ein JA gibt oder trotzdem ein DOC kommt wenn es ein NEIN gibt, werden wir nach der Wahl  erfahren.

Anmerkung:

Eine gute Sache und durch die Diskussion viel besser als der einseitig durchmoderierte und mit unsinnigen Frontalvorträgen vollgepfropfte letzte Innenstadt-Dialog (eingeladen hatte OB Link), der gar keiner war.

 

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