Wahnsinn! Stadtrat soll über Zeitraum bis 2042 abstimmen.

Bis zum Jahr 2042 soll ein Vertrag laufen der die Stadt dazu „verpflichten“ würde die defizitäre DVG (Jahresminus rund 40 Mio. EURO) weiterhin mit den ÖPNV-Leistungen in Duisburg zu betrauen. Zum einen ist dies sicherlich Bestandschutz und Sicherheit für Verträge über Maschinen, Geräte und Arbeitsplätze doch bei diesem hohen derzeitigen Jahresminus der DVG, der sich letztlich wiederum jährlich zu Lasten der Stadt auswirken würde, wäre der Stadtrat, der Anfang Juli entscheiden soll, gut beraten sich vorab mal mit den Ursachen der Fehlbeträge zu beschäftigen.
Zwar ist es durchaus möglich, daß sich die Situation in den kommenden Jahren bessert, doch auch noch höhere Minusbeträge sind nicht ausgeschlossen. Deshalb kritisiert aktuell auch die Duisburger FDP dieses Vorhaben scharf. Sie rechnet vor, daß sich bei 40 Mio. Miesen pro Jahr rein rechnerisch der Betrag auf 1 Mrd.(!) EURO in 25 Jahren summieren würde.

Das ist natürlich nicht seriös, denn auch die FDP hat keine Zukunftsglaskugel, ist aber auch nicht gänzlich ausgeschlossen.

Sicherlich muß bei einem Unternehmen wie der DVG Planungssicherheit herrschen, aber warum über diesen langen Zeitraum?

Angesichts des Ausstiegs aus der VIA, der lokal-regionalen Kooperation mit Essen und Mülheim-Ruhr, und der desaströsen Bewertung der ÖPNV-Qualität in Duisburg durch das Beratungsunternehmen Civity -übrigens bundesweit- muß sich die DVG vllt. erstmal neu aufstellen, bevor solche Stadtratsbeschlüsse überhaupt gefasst werden sollten.

Ob damit ev. künftige Bilanzen, nämlich die von der DVG und der Mutter DVV, geschönt werden sollen, bleibt uns verschlossen, zu vermuten ist es sicherlich.

Das Duisburg Zuschüsse weiter leisten muß erwarten auch wir, seriös zu sagen wie lange noch, ist nicht möglich.

Das ev. Posten und Pöstchen geschützt werden sollen, ist sicherlich nicht erwähnenswert, davon kann man inzwischen einfach automatisch ausgehen.

2 thoughts on “Wahnsinn! Stadtrat soll über Zeitraum bis 2042 abstimmen.

  1. ÖPNV müsste nicht Minus machen, man müsste nur die richtigen Schritte machen.

    Das jeder in der Region das eigene Süppchen kocht ist ein massives Problem. Aber dieses Kirchturmdenken ist ja leider verbreitet.

    Teile und Herrsche.

    Deswegen liegt die Landeshauptstadt auch nicht dort, wo sie hingehört.