Duisburg: DOC bleibt Dauerthema

Das Designer Outlet Center(DOC) in Bahnhofsnähe bleibt ein Dauerbrenner. Anfang Juli wird der Stadtrat sich erneut mit dem Thema beschäftigen und ev. dem Ergebnis des Bürgerbegehrens folgen, bei dem 22.000 Duisburger*Innen gegen den Ratsbeschluß von Anfang Februar unterschrieben haben. Im Ratsbeschluß vom Februar wurde dem DOC ein erstes Türchen geöffnet, worauf sich besonders aus der Innenstadt reger Gegenprotest gegen das DOC entwickelte, der dann u.a. im Bürgerbegehren mündete.
Eine Online-Petition für das DOC ist nunmehr auch abgeschlossen und ergab rund 2.500 Befürworter*Innen. Wobei man sagen muß, dass die Petition von wesentlich weniger Medien-Veröffentlichungen begleitet wurde als das Bürgerbegehren dagegen.
Insofern ist daraus in keinem Falle abzuleiten, dass es nun eine überwiegende Zahl an Duisburgern und Duisburgerinnen gibt die gegen das DOC sind.

Nachwievor ist die City in keinem guten Zustand und wenn „sie und ihre Anrainer(Händler etc.)“ sich vom DOC bedroht fühlen und dagegen votieren, dann muß die City noch viel Überzeugungsarbeit leisten warum man sich dieser Ansicht anschließen soll.

Anders gesagt: Wäre das DOC nicht vllt. doch eine Bereicherung? Kann man dort vllt. kostenlos parken und auch seine täglichen Einkäufe erledigen, weil sich in der Nähe oder sogar im DOC selbst Lebensmittelhändler, Drogeriemärkte etc. niederlassen? Wird es dort vllt. auch Ärztehäuser und Apotheken geben?

So wie bisher jedenfalls kann es mit der City auch nicht weitergehen. Auf www.du-city.de kann man sich dazu zusätzlich ein Bild machen.

2 thoughts on “Duisburg: DOC bleibt Dauerthema

  1. DOC bringt Duisburg ein wenig Grundsteuer, Gewerbesteuer vermutlich nicht und die Innenstadt wird definitiv zerstört.

    Entweder muss die vorhandene Ladenfläche anders genutzt oder diese muss zurückgebaut werden.

    In Rheinhausen kann man doch schön sehen, wie das Forum, was angeblich super an die Rheinhausener Fußgängerzone angebunden wäre zu massiven Problemen beitragen hat. Lässt sich leicht aufs DOC übertragen. Und die Abstände in Rheinhausen sind klein im Vergleich.

  2. Man könnte die Innenstadt künftig auch vorwiegend anders nutzen, zum Beispiel zum
    Wohnen.
    Warum muß es immer Shopping sein? Dinge ändern sich.

    So wie die Innenstadt = City jetzt aussieht und das was dort angeboten wird, auch die Events
    die meistens keine sind, ist doch wirklich nicht attraktiv.

    Mit dem DOC-Investor/-Betreiber können sich dann künftig all die rumschlagen die die City
    bereits jetzt veröden und die dafür gesorgt haben dass inzwischen jede City in D fast gleich
    aussieht.

    Warum findet denn inzwischen in der Duisburger-City fast alles nur noch im Dunstkreis
    des Forums statt? Weil man es zulässt und so wenigstens noch dieses „Flaggschiff“ auf
    Kurs hält.

    Handel ist Wandel und deshalb frage ich: Warum nicht?
    Man sollte nur die Bedingungen für das DOC mitbestimmen und dadurch davon profitieren.
    Wenn das nicht erfolgt bin auch ich eher dagegen, weil man so alles nur dem sog. freien Spiel
    der Kräfte überläßt ohne an die Stadt/City zu denken. Den dortigen Handel schützen? Wozu?

    In zehn Jahren gibt es eine Rennaissance und die City ist wieder obenauf.