BDH: NRW muss Zeichen für gerechten Arbeitsmarkt setzen

Mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen fordert die Vorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation e.V., Ilse Müller, von der Landesregierung ein Zeichen für einen gerechten Arbeitsmarkt zu setzen:

„Nordrhein-Westfalen hat in den zurückliegenden Jahren trotz konjunktureller Achterbahnfahrt eine Trendwende am Arbeitsmarkt geschafft. Immerhin ist es der Wirtschaft gelungen, eine Viertelmillion zusätzlicher sozialversicherungspflichtiger Jobs zu schaffen und so auch in den strukturschwachen Regionen des Landes einen Beitrag zur Vergangenheitsbewältigung zu leisten. Trotz der guten Zahlen dürfen wir uns angesichts des noch immer boomenden Niedriglohnsektors mit dem Erreichten auf keinen Fall zufrieden geben. Fast 20 Prozent der Jobs in NRW sind keine regulär-sozialversicherungspflichtigen Vollzeitstellen. Leiharbeit und Werkverträge prägen noch immer den Arbeitsmarkt in strukturschwachen Regionen. Wir erwarten von der Landesregierung, sich in Berlin für wirksame Maßnahmen gegen sachgrundlose Befristung stark zu machen, um ein klares Zeichen gegen Lohndumping zu setzen. Ein Zwei-Klassen-Arbeitsmarkt mit großem Niedriglohnsektor mag durch kurzfristige Beschäftigungserfolge Druck vom Kessel der Sozialversicherungen nehmen, wird langfristig allerdings das gesellschaftliche Problem der Altersarmut massiv befeuern. Vorausschauende Politik muss diese Entwicklung erkennen und nachhaltig ausbremsen.“

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