Bezirkssportanlagen: SSB und DuisburgSport machen den Weg bis 2047 frei

Der Stadtsportbund Duisburg hat sich mit dem Eigenbetrieb DuisburgSport auf eine Neugestaltung der Rahmenvereinbarung für Vereine auf Bezirkssportanlagen verständigt. Der Musterpachtvertrag mit einer Laufzeit von 30 Jahren liegt jetzt vor und kann nach Abschluss der politischen Beratungen mit den Klubs, die solche Anlagen nutzen, abgeschlossen werden. Allein zum Jahresende laufen 17 Pachtverträge aus. Bis 2019 sind knapp 30 dieser Vereinbarungen zu verlängern.

Die stellv. Vorsitzende Susanne Hering, die federführend für den SSB die Gespräche führte, dankte dem Eigenbetrieb DuisburgSport für die gute Zusammenarbeit: „. Gemeinsam ist es uns gelungen, Lösungen zu finden, die auf Dauer dem Sport in Duisburg helfen und den Formalismus für die Vereine so gering wie möglich halten.“

Knapp neun Monate dauerten die Gespräche. Die Vorsitzenden der betroffenen Klubs waren einbezogen. Für DuisburgSport führte Eigenbetriebsleiter Jürgen Dietz die Verhandlungen. Das Rechtsamt der Stadt Duisburg trug ebenfalls zum Gelingen bei.

Wichtige Fragen bei der Neugestaltung der Verträge waren u.a. die Nutzungsmöglichkeit der Namensrechte an den Platzanlagen durch die Vereine, die Dokumentation der Pflege sowie die Haftungs- und Gewährleistungspflichten. Susanne Hering macht deutlich: „Wir konnten zu guten Absprachen kommen, DuisburgSport zeigte sich verhandlungsbereit und kam gerade bei der aufwändigen Dokumentation den Pächtern entgegen.“

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Besonders freut man sich beim neuen Vorstand des SSB, dass „uns die Vereine bei der Aushandlung des Mustervertrages vertraut haben und wir als Dachverband des Duisburger Sports unserer Aufgabe nachkommen, für unsere Vereine zu sprechen und für sie das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.“

Zum Hintergrund: Aus Kostengründen hatte die Stadt Duisburg in den 1980er Jahren begonnen, ihre Bezirkssportanlangen an Vereine zu übergeben. Die Klubs erhalten einen Zuschuss von der Stadt, um ihre Aufgaben wahrnehmen zu können. Die Verträge wurden auf 30 Jahre geschlossen. Die Verlängerung der ersten Anlagen steht nun Ende des Jahres an. Bei einigen Vereinen herrschte zunächst Unsicherheit, ob der Vertrag überhaupt verlängert wird. Hinzu kamen Regelungen im ersten Entwurf, die für die ehrenamtlich geführten Klubs nur schwer zu erfüllen waren.

Vor Unterschrift der 17 Vereine, die bis zum 31. Dezember 2017 eine Verlängerung ihres Pachtvertrages vereinbaren wollen, muss erst der Rat der Stadt Duisburg den Neuregelungen zustimmen. Auch im Ausschuss Eigenbetrieb DuisburgSport wird das Thema auf die Tagesordnung kommen. Inzwischen hat der SSB den betroffenen Vereinen den neuen Mustervertrag zukommen lassen.

 

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