Proteste gegen Urantransporte in Norddeutschland, NRW und Rheinland-Pfalz

Am Wochenende (18. und 19. Februar) wurde in mehreren Bundesländern gegen die zahlreichen Urantransporte demonstriert, die für den Weiterbetrieb von Atomanlagen und Atomkraftwerken durchgeführt werden. Proteste gab es u. a. in Kiel,
Hamburg, Bremen, Osnabrück, Münster, Köln, Bonn, Koblenz Trier und Duisburg. Die Abschlussaktion fand am Sonntag in Gronau (Westfalen) statt.

Anti-Atomkraft-Initiativen und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) fordern das sofortige Verbot der häufig fahrenden Urantransporte und die sofortige Stilllegung der Uranfabriken in Lingen (Niedersachsen) und Gronau (Nordrhein-Westfalen). Beide Uranfabriken unterliegen keinerlei Laufzeitbegrenzung und in ihnen wird Nuklearbrennstoff für Atomkraftwerke im In- und Ausland produziert.
Damit beide Anlagen betrieben werden können, finden zahlreiche Urantransporte mit LKW und Zügen, aber auch per Schiff, statt. Zudem erfolgen weitere Transporte von diesen Anlagen hin zu weiteren Atomfabriken und Atomkraftwerken im In- und Ausland. .

Die Aktion am Wochenende richtete sich u. a. konkret gegen sogenannte „Yellow Cake“- Transporte über Kiel und Hamburg zur AREVA-Uranfabrik in Narbonne (Frankreich) sowie gegen Uranhexafluorid-Transporte von der französischen Konversionsanlage Pierrelatte (Rhône-Tal) zur einzigen deutschen Urananreicherungsanlage in Gronau.

 Mahnwache gegen Urantransporte, Bahnhof Gronau, 19.02.2017

Mahnwache gegen Urantransporte,
Bahnhof Gronau, 19.02.2017

Mitglieder mehrerer Anti-Atomkraft-Initiativen transportierten symbolisch „Yellow Cake“ (Uranerzkonzentrat) von Kiel nach Trier in Personenzügen t. Sie nutzten dabei die Bahnstrecken, die regelmäßig für die Urantransporte zwischen Hamburg und Trier genutzt werden. Außerdem wurde symbolisch Uranhexafluorid von Frankreich nach Gronau transportiert.

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Während der zweitägigen Protestfahrt wurden in Zügen und auf Bahnhöfen Reisende über die Gefahren der Urantransporteinformiert. Urantransporte erfolgen in der Regel ohne Polizeischutz und auch betroffene Kommunen, die durchfahren werden, werden vorab nicht informiert. Bei möglichen Unfällen wären die zuständigen Hilfskräfte vor Ort nicht in der Lage sofort angemessen reagieren zu können. Bei einem Unfall mit Uranhexafluorid-Freisetzungen müsste innerhalb weniger Minuten ein Bereich im Umkreis von mehreren Kilometern evakuiert werden.

Weitere ausführliche Informationen unter http://urantransport.de/aktuelles.

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