MSV Duisburg vergibt Heimsieg gegen den VfL Osnabrück in letzter Minute

Quelle: Manuela Ihnle, xtranews

Beim heutigen 21. Spieltag empfingen die Zebras den VfL Osnabrück. Letztendlich hatte das Spiel keinen Sieger. Die Partie endete 2:2. Das beide Teams mit einem Zähler vom Platz gingen, ist mehr als gerecht. Denn beide Teams zeigten sich nicht ihrer besten Seite. Der MSV Duisburg verpatzte die erste Halbzeit, in der zweiten Halbzeit schwächelte der VfL Osnabrück.

17.745 Zuschauer fanden sich heute an der Wedau ein. Nicht nur um das erste Heimspiel in der Rückrunde beizuwohnen, sondern auch um dem kürzlich verstorbenen Michael Tönnies die letzte Ehre zu erweisen. Verkündet wurde, das der Stadion-Vorplatz dem ehemaligen Spieler zu ehren in Michael-Tönnies-Platz benannt wird. Für die Trauerreden gab Beifall, doch als die Sängerin Nina auf Wunsch der Familie gefühlvoll das Lied „Halleluja“ anstimmte, kullerten bei Tausenden dicke Tränen über die Wangen. Das traf auch das Herz der Härtesten unter den Fans.

Das heutige Spiel war komplett auf die MSV-Legende Michael Tönnies gerichtet. Die Spieler liefen heute mit extra angefertigten Tönnies-Trikots auf. Während die Spieler mit Anpfiff scheinbar noch im Trauer-Modus agierten, feierten die Fans schon ihr Team. Der MSV Duisburg musste heute auf wichtige Spieler verzichten. Ohne Branimir Bajic (starke Erkältung) und den gelb gesperrten Stanislav Iljutcenko zeigte sich schnell, das das Team schwächelt. Denn schon der erste Angriff der Gäste brachte die Zebras in den Rückstand. Osnabrückers Okyere Wried netzte bereits nach 92 Sekunden zum 0:1 für sein Team ein. Offensichtlich brauchten die Duisburger diesen Schlag ins Gesicht um wach zu werden. Im weiteren Spielverlauf liefen sie geordneter auf, ließen den Gästen kaum offene Spielräume. In der 17. Spielminute schien ein Hoffnungsschimmer auf Duisburger Seite. Fabian Schnellhardt nutze seine Chance leider zum Ausgleich nicht aus. In der 35. Spielminute hätten die Osnabrücker zum 0:2 aufstocken können. Bastian Schulz setzte auf 20 Metern Entfernung zum Schuss an, traf aber zum Glück der Gastgeber nur die Latte. Drei Minuten später prüfte Michael Hohnstedt das Können von MSV-Keeper Mark Flekken, der seinen Volley-Schuss parierte.

In der zweiten Spielhälfte brachte Duisburgs Trainer Gruev endlich mit Kingsley Onuegbu den notwendigen weiteren Stürmer gegen die starken Ostwestfalen. Dustin Bomheuer erzielte nach einem Freistoß mit einem Kopfball für seine Mannschaft den befreienden Ausgleich zum 1:1. Nach dem Befreiungsschlag kamen die Meidericher endlich besser und zügiger in das Spiel. Schon in der 72. Spielminute brachte der eingewechselte Kingsley Onuegbu die Zebras die 2:1-Führung. Doch der MSV Duisburg hat noch nie guten Erfahrungen mit Nachspielzeiten sammeln können. Auch in diesem Spiel nahmen die Osnabrücker den Gastgebern die Führung und gleichten mit Heider zum 2:2 aus. Am Ende nun mal nicht unverdient.

Nächste Woche müssen die Zebras mehr Stärke beweisen. Am 12.02.2016 um 14:00 Uhr empfängt der MSV Duisburg den SC Preußen Münster.

Quelle: Manuela Ihnle, xtranews

Nebenbei sei noch zu erwähnen, das vor dem Stadion originelle MSV Duisburg Figuren, gebastelt aus Kronkorken verkauft werden.

Eine Fotostrecke vom Spiel finden Sie unter:

https://xtranews.pics/index.php?/category/osnabrueck

Comments are closed.