Beschäftigte des Landes streiken gemeinsam in NRW – Kundgebung mit Frank Bsirske am Landtag

Mit einem gemeinsamen, landesweiten Warnstreiktag in Nordrhein-Westfalen erhöhen die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes den Druck auf die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL). Die Gewerkschaften ver.di, GEW, GdP und der dbb Beamtenbund und Tarifunion riefen heute zeitgleich zu einer zentralen Demonstration und Kundgebung am nächsten Donnerstag (9.2.) vor dem Landtag in Düsseldorf auf.
Redner sind der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske und dbb-Verhandlungsführer Willi Russ. Nach ver.di-Angaben werden sich Beschäftigte aus allen Bereichen, von den Unikliniken über die Gerichte, Finanzämter, IT NRW und Hochschulen bis hin zu Bezirksregierungen und Ministerien an dem Warnstreik beteiligen. Die Gewerkschaften rechnen mit 6.000 Kundgebungsteilnehmerinnen und –teilnehmern.

Bei einer Vorkundgebung auf den Düsseldorfer Rheinwiesen werden die NRW-Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Dorothea Schäfer, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Arnold Plickert und der ver.di-Jugendvertreter Denis Schatilow zu den Demonstrierenden sprechen.
ver.di fordert für die Tarifbeschäftigten und Auszubildenden im  öffentlichen Dienst der Länder Verbesserungen im Gesamtvolumen von sechs Prozent. Dies beinhaltet eine soziale Komponente in Form eines Sockel- oder Mindestbetrages und die Einführung der Stufe 6 in den Entgeltgruppen 9 bis 15. Die Bezahlung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder, den Studentenwerken und den Beschäftigten in der Pflege soll dem Tarif der Kommunen angeglichen werden. Für die Auszubildenden fordert ver.di eine Erhöhung der Vergütungen um 90 Euro, mehr Urlaub und die Übernahme nach der Ausbildung. Die schulischen Ausbildungsgänge, z.B. in den Gesundheitsberufen, will man in die Tarifverträge einbeziehen. Darüber hinaus fordert ver.di den Ausschluss sachgrundloser Befristungen im öffentlichen Dienst. Das Tarifergebnis soll zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten sowie die Versorgungsempfänger übertragen werden.
Insgesamt sind von der Tarif- und Besoldungsrunde 2,2 Millionen Beschäftigte betroffen. Die Verhandlungen werden am 16. und 17. Februar in Potsdam fortgesetzt.

Comments are closed.