Linke NRW: Nicht mit Wohnungslosigkeit abfinden

Gemeinsam mit der Linke-Parteivorsitzenden Katja Kipping haben Özlem Alev Demirel (Düsseldorf) und Christian Leye (Bochum), die beiden Spitzenkandidaten der NRW-Linken zur bevorstehenden Landtagswahl, heute die Sozialberatung des Düsseldorfer Wohnungslosenmagazins „fiftyfifty“ in Düsseldorf besucht. Mit ihrem Besuch wollten die Politikerinnen und Politiker der Linken sich ein realistisches Bild von den Problemen von Wohnungslosen machen und sich von diesen über Alltagsprobleme informieren lassen. Im Anschluss daran nahmen Kipping, Demirel und Leye an einer Stadtführung teil, die eigens für sie von Verkäufern der Wohnungslosenzeitung „fiftyfifty“ durchgeführt wurde, die selbst auf der Straße gelebt haben. Dazu erklären die Spitzenpolitiker der Linken:

„Schätzungen der BAG Wohnungslosenhilfe existieren in der Bundesrepublik heute wieder mehr als 335.000 Wohnungslose, darunter 29.000 Kinder und minderjährige Jugendliche.  Das ist für ein reiches Land wie Deutschland vollends inakzeptabel“, kritisierte Katja Kipping im Anschluss an den heutigen Besuch.

„Jahr für Jahr fallen mehr Wohnungen in NRW aus der Sozialbindung als neue dazu kommen. Deshalb brauchen wir endlich ein Umsteuern in der Wohnungspolitik. Wir brauchen einen öffentlichen Wohnungsbau. Erst wenn die öffentliche Hand anfängt dauerhaft Wohnungen im bezahlbaren Segment zu schaffen, kann der fatalen Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt entgegen gewirkt werden. Andernfalls lässt man viele Normalverdienende im Stich. Die Linke fordert daher den Bau von jährlich 100.000 neuen Wohnungen für NRW“, so Christian Leye.

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Özlem Alev Demirel, die auch als Direktkandidatin der Linken zu den Landtagswahlen im Wahlkreis Düsseldorf II antritt, kritisierte: „Düsseldorfer Durchschnittsmieten, die in fünf Jahren um 20 Prozent steigen, tatsächliche Mieten, die nach Luxussanierungen 40 Prozent und mehr des Einkommens verschlingen, überfordern Normalverdiener. In der Landeshauptstadt muss dringend mit Sofortmaßnahmen gegengesteuert werden. Ich fordere Oberbürgermeister Geisel auf, endlich eine Zweckentfremdungsverordnung und Milieuschutzsatzungen einzuführen, damit Durchschnittsverdiener endlich wieder in Sicherheit vor Mietwucher leben können. Außerdem müssen Hilfsangebote für Wohnungslose dringend ausgebaut und bestehende Strukturen finanziell besser ausgestattet werden.“

Die Linke-Politiker dankten den „fiftyfifty“-Mitarbeitenden und den beiden Stadtführern für die gebotenen Einblicke in den Alltag von Wohnungslosen und die großartige Arbeit, die diese tagtäglich leisten würden.

Weitere Informationen zu den besuchten Projekten erhalten Sie hier:

http://www.fiftyfifty-galerie.de/magazin
http://strassenleben.org

 

Foto: „DIE LINKE NRW, Niels-Holger Schmidt“

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