Internationales Symposium zum Jubiläum – 50 Jahre Essener Tumorklinik

Eine Spezialklinik für die Diagnose und medikamentöse Behandlung von Krebserkrankten – das war vor 50 Jahren absolut neu in Deutschland: 1967 wurde die Innere Klinik (Tumorforschung) am Universitätsklinikum Essen (UK Essen) gegründet. Das Jubiläum wird zwei Tage lang gefeiert: mit einem hochrangig besetzten internationalen Symposium am 11. März in der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE). Schon am Vortag kommen rund 250 geladene Gäste zu einer Festveranstaltung, darunter Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Chemo- und Immuntherapien oder Knochenmarktransplantationen sind heute selbstverständlich in der Krebsbehandlung. Viele dieser Therapien gehen auf die Essener Tumorklinik zurück. Mit der Entwicklung „zielgerichteter“ Medikamente beschreiten die Mediziner wieder neue Wege. Sie können das Tumorwachstum direkt oder durch ein aktiviertes Immunsystem hemmen. „Wir entwickeln die Diagnose- und Behandlungsverfahren ständig weiter“, betont Klinikdirektor Prof. Dr. Martin Schuler: „Jedem Patienten wird eine auf ihn abgestimmte chirurgische, medikamentöse und radiologische Therapie angeboten.“

Die behandelnden Ärzte am Westdeutschen Tumorzentrum des UK Essen, einem Onkologischen Spitzenzentrum der Deutschen Krebshilfe, arbeiten dazu eng mit den Forschern der Medizinischen Fakultät der UDE zusammen. Prof. Schuler: „Je mehr wir wissen, wie Tumore entstehen und wie sich eine Therapie auf das Tumorwachstum auswirkt, desto besser kann die Behandlung passgenau zugeschnitten werden.“

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3.500 Patienten werden jedes Jahr in der Inneren Klinik (Tumorforschung) stationär betreut, und sie können zunehmend auch ambulant behandelt werden. Die Gesamtzahl der Krebspatienten, die nur zur medizinischen Behandlung in die Innere Klinik (Tumorforschung) kommen, stieg seit Öffnung der neuen Ambulanz des Westdeutschen Tumorzentrums 2008 auf fast 30.000 Patientenbesuche im vergangenen Jahr.
schen Tumorzentrums 2008.

Wie sich Forschungserkenntnisse in die Patientenbehandlung umsetzen lassen („Translation“), ist Thema des internationalen Symposiums am 11. März im Lehr- und Lernzentrum der Medizinischen Fakultät der UDE am UK Essen. Es werden namhafte Wissenschaftler aus Europa und den USA erwartet. Zur Festveranstaltung am 10. März kommen ebenfalls viele hochrangige Gäste, darunter der Präsident der Stiftung Deutschen Krebshilfe, Fritz Pleitgen, und der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Prof. Dr. Otmar Dr. Wiestler. „Besonders gespannt bin ich auf die Rede von Prof. Siegfried Seeber, der die Innere Klinik (Tumorforschung) früher leitete“, verrät Prof. Martin Schuler.

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