Mediziner Gerd Heusch mit dem Verdienstorden des Landes NRW ausgezeichnet

Für seine Verdienste in der Herzinfarktforschung erhielt er bereits das Bundesverdienstkreuz am Bande, nun wurde Prof. Dr. Dr. h.c. Gerd Heusch von der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) erneut für seine Arbeit in diesem Bereich ausgezeichnet: Ministerpräsidentin Hannelore Kraft verlieh ihm den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen.

Sie würdigte den Direktor des Instituts für Pathopsychologie und Geschäftsführer des Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrums am Universitätsklinikum Essen als einen der „Spitzenforscher des Landes“. Er setze sich stets für das Land Nordrhein-Westfalen und seine Bürger ein. Mit seiner Forschung helfe er dabei, Herzinfarkte besser zu verstehen, zu behandeln und sogar zu vermeiden. Da er intensiv zu den langfristigen Ursachen von plötzlichen Infarkten geforscht habe, könne er aufzeigen, wo eine Behandlung am besten ansetzen kann.

Die Ministerpräsidentin hob auch das besondere ehrenamtliche Engagement von Prof. Heusch hervor, der seit vielen Jahren im wissenschaftlichen Beirat der „Deutschen Herzstiftung“ aktiv ist. Als Sprecher des zuständigen Fachkollegiums bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft sorge er zudem dafür, dass die besten Forschungsprojekte zum Thema Herzgesundheit auch die nötigen Mittel für ihre Arbeit bekämen.

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Auch der Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts (KWI), Prof. Dr. Claus Leggewie, wurde mit dem Landesverdienstorden ausgezeichnet. „Ich freue mich sehr über diese hohe Auszeichnung und nehme sie entgegen als Anerkennung für die in den letzten Jahren geleistete Arbeit der Forschung, Vermittlung und Politikberatung, und als Ansporn, diese fortzuführen“, so Claus Leggewie bei der Verleihung.

Prof. Dr. Dr. Gerd Heusch

Prof. Dr. Dr. Gerd Heusch

Ministerpräsidentin Kraft hob in ihrer Laudatio dessen Stellenwert als Public Intellectual hervor. Als einen der „profiliertesten intellektuellen Köpfe unseres Landes und einen unserer wichtigsten Vordenker“ lobte sie sein Engagement für eine heterogene Gesellschaft, für eine wehrhafte Demokratie und sein beständiges Eintreten gegen „Vereinfacher und Polemisierer“. Das KWI ist ein interdisziplinäres Forschungskolleg für Geistes- und Kulturwissenschaften und wird gemeinsam von der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen getragen.

Der Verdienstorden des Landes wurde 1986 zum 40. Geburtstag des Landes gestiftet. Er wird als Anerkennung für außerordentliche Verdienste für die Allgemeinheit verliehen. Bisher sind knapp 1.500 Frauen und Männer damit ausgezeichnet worden.

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