Wohnen in Duisburg: So entwickelten sich die Mietpreise 2016

Wer im Ruhrgebiet zu Hause ist, genießt einen im Vergleich zu anderen Städten unschätzbaren Vorteil: die günstigen Mieten. Während nämlich in vielen anderen Regionen Deutschlands die Mietpreise ununterbrochen steigen, sind sie im Ruhrgebiet vergleichsweise moderat geblieben. Am günstigsten wohnen Mieter derzeit in Duisburg, wo ein Hochpreissegment de facto nicht existiert.

Ob München, Düsseldorf, Frankfurt oder Hamburg – die meisten deutschen Metropolen erlebten im vergangenen Jahr hohe Mietpreissteigerungen. Auch wer eine Immobilie kaufen wollte, musste ordentlich draufzahlen. Diese Entwicklung ist allerdings nicht auf die Ballungsräume beschränkt: Auch in mittelgroßen Städten wie Freiburg, Stuttgart oder Mainz ist Wohnen in letzter Zeit deutlich teurer geworden. Im Vergleich dazu ist im Ruhrgebiet vom rasanten Anstieg der Mietpreise weniger zu spüren. Laut dem Wohnungsmarktreport Deutschland 2016 sind die Mieten dort trotz ebenfalls steigender Tendenz noch vergleichsweise günstig.

Wer in Duisburg ein neues Zuhause sucht, muss dafür in den meisten Fällen gerade einmal 5,30 Euro/qm Miete zahlen. Damit liegt Duisburg noch hinter Essen und Dortmund, wo die Durchschnittspreise bei 6 Euro/qm liegen. In allen drei Städten werden sogar zahlreiche Wohnungen angeboten, die weniger als 5 Euro/qm kosten. Nur im Essener Südwesten und in der Gegend um den Dortmunder Phoenix-See sind die Mietpreise überdurchschnittlich hoch, dort erreichen sie mitunter 10 Euro/qm. Experten zufolge fällt die Mietpreissteigerung im gesamten Ruhrgebiet recht moderat aus. Lediglich in Dortmund gab es seit 2012 eine 16-prozentige Verteuerung, was die Revierstadt in die Liste der deutschen Städte mit den höchsten Mietsteigerungen katapultierte.

Das könnte Sie auch interessieren:
  Duisburg: UDE-Projekt hilft bei der Integration

Mit den „ganz Großen“ kann Dortmund aber glücklicherweise nicht mithalten. In Frankfurt und München müssen Mieter nämlich im Durchschnitt bis zu 15 Euro/qm zahlen. Den größten Anstieg der Bruttokaltmiete gab es laut Angaben des Statistischen Bundesamts überraschenderweise in Bremen. Während 2010 dort die Mieten im Durchschnitt noch bei 404 Euro pro Monat lagen, waren es vier Jahre später schon 460 Euro, kalte Nebenkosten inklusive. Damit sind die Mieten in Bremen um 13,9 Prozent teurer geworden. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum stiegen die Mieten im gesamten Bundesland Niedersachsen durchschnittlich um 7,8 Prozent – womit sie etwas über dem bundesweiten Mittelwert von rund 7,3 Prozent lagen.

Und noch einige interessante Fakten: Zwischen 2010 und 2014 stieg die Anzahl der Wohnungen bundesweit um rund 1,4 Prozent – was für jeden Einwohner eine durchschnittliche Wohnfläche von 44,5 Quadratmeter bedeutete. Alle genannten Werte ermittelte das Statistische Bundesamt auf der Grundlage eines Mikrozensus.


Bildrechte: Flickr Kaiser-Wilhelm-Straße Ecke Henriettenstraße m.a.r.c. CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.