Duisburg: Fahrradwerkstatt auf dem AWO-Bauspielpatz bittet um Alträder fürs Tuning

Die Fahrradwerkstatt auf dem AWO-Bauspielplatz in Neumühl arbeitet erfolgreich. So erfolgreich, dass ihr inzwischen die Räder ausgehen. Insgesamt 50 Fahrräder haben die handwerklich geschickten Asylbewerber in den vergangenen Monaten flott gemacht. Nun bittet Oxana Wolf von der AWO-Integration, um weitere Altradspenden. Damit die Arbeit an dem Projekt in Kooperation mit dem ADFC weitergehen kann.

AWOLogo_neu.jpgOxana Wolf hat dabei keine Ansprüche an den Zustand der Gebrauchträder: „Natürlich ist es besser, wenn die Fahrräder, die wir gespendet bekommen in gutem Zustand sind. Dann können wir sie leichter reparieren und wieder auf die Straße bringen. Aber selbst wenn eine Reparatur nicht lohnt, können wir die Räder in der Regel für die notwendigen Ersatzteile brauchen.“ Wer ein Altrad spenden möchte, kann sich mit Oxana Wolf in Verbindung setzen. Sie ist erreichbar unter 0203 500 6713 oder per Mail wolf@awo-integration.de.

Im Februar hatte die AWO-Integration das Projekt „Hilfe zur Selbsthilfe“ für Flüchtlinge gestartet. Alle zwei Wochen, jeweils an einem Samstag, schrauben Asylbewerber aus dem Duisburger Norden in der Werkstatt auf dem AWO-Bauspielplatz. Das Ziel: Die gespendeten Fahrräder werden wieder verkehrstauglich gemacht. Die fertigen Räder stellt die AWO-Integration Asylbewerbern aus dem Duisburger Norden zur Verfügung. Eine gemeinsame Fahrradtour hat man ebenfalls bereits unternommen.

Für den ADFC leitete Technik-Referent Achim Arians die Flüchtlinge an. Oxana Wolf begleitet für die AWO-Integration das Projekt. Seit dem Start verwandelten die Asylbewerber mehr als 50 Alträder in sichere Verkehrsmittel. Damit hat sich zugleich der Vorrat weitgehend erschöpft. Oxana Wolf: „Wir wollen gern weiterarbeiten. Dazu benötigen wir jedoch Material, das uns gespendet wird. Deshalb starten wir diesen Aufruf.“

Der Erfolg der Werkstatt eröffnet weitere Perspektiven. Mittelfristig könne sich das Projekt in ein Qualifizierungsangebot verwandeln. Das sei mit Blick auf eine geeignete Integration der Zuwanderer in die Gesellschaft unerlässlich, erläutert Karl-August Schwarthans, Geschäftsführer der AWO-Integration.

 

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