Unternehmensgründung richtig angehen: Drei hilfreiche Tipps

Der Erfolg der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ spiegelt einen Trend wider, der auch vor Duisburg nicht Halt macht: Sich mit einer innovativen Geschäftsidee beruflich selbstständig zu machen. Die Begeisterung für Start-ups ist groß – die Anzahl an Stolperfallen jedoch ebenfalls. Die folgenden drei Grundregeln sollten in der frühen Phase der Gründung zum Einmaleins jedes Unternehmers gehören.

  • Ein passendes Geschäftsmodell für die Geschäftsidee entwickeln
    Gianna Guardabasso, Katja Lambricht und Markus Lambricht haben sich ihren großen Traum von der beruflichen Freiheit mit dem Duisburger Start-up „Onkel Wolle“ bereits erfüllt. Sie wollen mit ihrer Geschäftsidee Menschen durch die Vermittlung von Kfz-Experten beim Autokauf helfen. In Düsseldorf parkt ein Roboter derweil Autos, in Dortmund entwickelt der 17-Jährige Marius Schönefeld gerade die App „Svapp!“ – eine Art digitales Schwarzes Brett für Schulen. An kreativen Ideen mangelt es NRW also nicht. Wichtig ist jedoch, ein gutes Geschäftsmodell zu seiner Idee zu entwickeln, das sich auf eine Region oder eine klar definierte Zielgruppe ausrichtet. Denn so benötigt der Gründer weniger Geld als bei einer bundesweiten Ausrichtung – und Geld ist vor allem in der Gründungsphase meistens knapp. In punkto Finanzen gilt es dennoch langfristig zu denken: Ist das Geschäftsmodell skalierbar, gibt es genug Bedarf bei den Verbrauchern, wieviel muss in Kampagnen investiert werden? Bereits vor der offiziellen Gründung fallen diverse Gründungskosten an. Hier gilt es, einen realistischen Businessplan zu erstellen, um die ersten Kosten richtig einschätzen zu können.
  • Finanziellen Aufwand genau kalkulieren
    Je nach Produkt müssen zunächst ein Büro und ggf. Lagerräume angemietet, Mitarbeiter angestellt sowie Möbel, Regale und PCs angeschafft werden. In der ersten Phase der Unternehmensgründung müssen die Gründer zudem die Kosten für Marketingmaßnahmen, betriebliche Versicherungen und Steuerabgaben miteinkalkulieren. Bevor man sich allzu schnell auf das Kapital fremder Investoren verlässt und damit schon früh Unternehmensanteile wie auch einen Großteil seiner Mitbestimmungsrechte abtritt, ist Vorsicht geboten. Denn nichts ist für einen Freigeist unangenehmer, als lediglich die ausführende Kraft im eigenen Unternehmen zu sein. Ein klassischer Kredit bei der Bank muss nicht zwingend der Ausweg sein: Kreditmarktplätze wie Smava vermitteln auch Kredite von privaten Investoren zu günstigen Konditionen – ohne dass der Gründer dem Geldgeber ein Mitspracherecht einräumen oder diesem Unternehmensanteile abgeben muss.
  • Auf Kommunikation und Teamgeist setzen
    Erfolgreiche Start-ups sind in der Regel das Ergebnis einer gut abgestimmten Teamleistung. Ohne ein erfolgshungriges Team, das täglich bereit ist, die Grenzen des Möglichen auszuloten, kann ein Start-up meist keinen Erfolg haben. Dabei ist nicht nur die fachliche Qualifikation von Mitarbeitern ist ein entscheidender Faktor, wenn es um den Erfolg eines Unternehmens geht. Neben den fachlichen Kenntnissen und der Motivation spielt auch Teamgeist eine wesentliche Rolle. Der Gründer sollte sich daher bereits vor der Anstellung der Mitarbeiter im Klaren darüber sein, wie er seine Mitarbeiter motivieren kann, um sie langfristig an das Unternehmen zu binden. Wichtig ist zudem, dass der Gründer nicht nur seine Mitarbeiter, sondern auch externe als Team begreift: Die Kommunikation mit Gesellschaftern, Investoren und Partnern im Markt spielt eine große Rolle für den langfristigen Erfolg.

Weiterführende Tipps finden Gründungsinteressierte im Startup-Wegweiser NRW, der hier als PDF-Datei einsehbar ist. Dieser gibt „einen Überblick über Anlaufstellen, Kapitalgeber, Netzwerke, Berater und Veranstaltungen der Digitalen Wirtschaft“.

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