Duisburg: Mahmut Özdemir besuchte AWO-Familienhilfe „Sofort vor Ort“

Der Bundestagsabgeordnete Mahmut Özdemir besuchte des AWO-Zentrums „Familienhilfe – Sofort vor Ort“ in Laar. Seit 2008 engagiert sich die AWO-Integration direkt am Laarer Markt für den Stadtteil und wurde inzwischen zu einem wichtigen und zentralen Anlaufpunkt im Stadtteil. Darauf wies Karl-August Schwarthans, Geschäftsführer der AWO-Integration während seiner Begrüßung hin.

20160914_161731Der SPD-Politiker Mahmut Özdemir zeigte sich besonders beeindruckt von den Präsentationen der drei Frauen, die das AWO-Büro in Laar führen. Die polnisch-stämmige Katja Wosik leitet die Integrationsagentur im Stadtteil. Ihre Aufgabe ist es unter anderem bürgerschaftliches Engagement für und mit Zuwanderern zu stärken.

Amal Kassem aus dem Libanon leitet die Familienhilfe sofort vor Ort. Dazu gehört auch die frühzeitige Hilfe für Familien, die auf Wunsch bei der Geburt eines Kindes mit einem Willkommenspaket besucht werden. Diese Kontakte zu den Familien reißen im Laufe der Jahre nicht ab. Ihre Schultüten-Aktion nach den Ferien zeigte bildhaft, wie die AWO beim Start in die Bildungslaufbahn die Familien weiter begleitet. Amal Kassem berichtete zudem, dass sie zunehmend in die Beratung von Zuwanderern aus dem arabischen Raum eingebunden sei. Ihre Sprachkenntnisse lassen Menschen aus ganz Duisburg zu ihr nach Laar kommen. Grundsätzlich müssen aber die bundesgeförderten Migrationsdienste für Erwachsene und Jugendliche deutlich gestärkt werden, um die anstehenden Integrationsleistungen gut stemmen zu können, betonte Karl-August Schwarthans. Ursprünglich war die Migrationserstberatung für 1.000 Neuzuwanderer pro Jahr ausgestattet worden. Inzwischen kommen so viele Menschen in einem Quartal nach Duisburg.

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Nina Lischewski leitet das jüngste Projekt am Standort: „Jugend stärken im Quartier.“ Sie unterstützt und begleitet junge Menschen im Alter von 12 bis 26 Jahren frühzeitig beim Übergang von Schule und Beruf bei der Überwindung von individuellen oder sozialen und Benachteiligungen. Herkunft spielt dabei keine Rolle. Aussicht auf eine gute Zukunft aber durchaus.

Das AWO-Zentrum in Laar erreicht viel, aber gemeinsam geht noch mehr. Deshalb arbeiten die Mitarbeiterinnen der AWO-Integration eng mit den Partnern im Stadtteil zusammen. Zum Besuch von Mahmut Özdemir kamen dann auch der Bezirksvertreter der Grünen Melih Keser sowie Dirk Riedel vom Sportverein SV Laar. Der Klub macht sich stark für die Integrationsarbeit gerade junger Menschen. Entsprechend eng stimmt man sich mit der AWO im Stadtteil ab. Im Team gelingen größere Erfolge.

Mahmut Özdemir nahm als Botschaft mit nach Berlin: Integration gelingt nur am Ort, direkt im Quartier durch die Moderation von kompetenten Kräften. Die AWO-Familienhilfe gibt dafür ein Beispiel. Der SPD-Politiker zeigte sich entsprechend dankbar für den vielfältigen Einsatz der drei starken Frauen vom Laarer Markt.

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