BVMW: Kinderarmut in NRW

Mit ihrer Analyse der Kinderarmut in Deutschland legt die Bertelsmann Stiftung auch für Nordrhein-Westfalen Zahlen für 2015 vor, die auf eine bedenkliche Entwicklung schließen lassen. Angesichts einer Kinderarmut von 18,6 Prozent (in absoluten Zahlen: 541.572) warnt die mittelständische Wirtschaft vor der weiteren Verfestigung von Armutsmilieus. Herbert Schulte, NRW-Landesgeschäftsführer beim Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), sieht landespolitische Handlungsoptionen:

Schulte: „Investitionsbremsen wie der LEP beschleunigen den Abstieg

Schulte: „Investitionsbremsen wie der LEP beschleunigen den Abstieg

„Generationenübergreifende Armut ist ein sozialer Brandbeschleuniger. Im Kampf gegen zunehmende Kinderarmut muss das Land Nordrhein-Westfalen in die Offensive gehen und die jahrelange Wachstumsbremse lösen. Wir brauchen einen Investitionsschub, um die rote Konjunkturlaterne abzugeben und genau dort neue Jobs zu schaffen, wo sich in unserem Land Perspektivlosigkeit längst Bahn gebrochen hat. Die Tendenz, dass sich Armutsmilieus in wachstumsschwachen Regionen wie manchen Ruhrgebietsstädten festigen, ist ein Menetekel und klarer Handlungsauftrag für die Landesregierung: NRW muss sein Gewicht  bei der Neujustierung der Bund-Länder-Finanzen 2019 einbringen und mit Nachdruck seine föderale Position verbessern. Investitionen in die Infrastruktur und die Digitalisierung sind Konjunkturbeschleuniger und können im Verbund mit einer ordnungspolitischen Kehrtwende Armutsmilieus aufbrechen. NRW braucht Standortargumente für Investoren und keine Überregulierung durch restriktive Raumordnung und unverhältnismäßige Alleingänge im Klimaschutz, die unsere Industriebetriebe zunehmend aus dem Land treiben.“

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