Straßenambulanz Duisburg und „Bürger für Bürger e.V.“ gehen getrennte Wege

Ärztliche Versorgung von Menschen auf der Straße wird neu aufgestellt.

Die bisherige Versorgung erfolgte durch ein ehrenamtlich arbeitendes Team der Straßen Ambulanz Duisburg/Moers  unter dem Dach des Vereins Bürger für Bürger Duisburg e.V. und wurde ausschließlich durch Spenden finanziert.

Leiter der Straßenambulanz Dr. Gerd Heimann

Leiter der Straßenambulanz Dr. Gerd Heimann

Die wesentlichen Spenden wurden von den Mitgliedern des Teams eingeworben. Diese Spender forderten – eigentlich eine Selbstverständlichkeit – Transparenz der Finanzen. Die Bitte des Teams um zeitnahe Einsichtnahme in das zweckgebundene Spendenkonto wurde vom Vorstand des Vereins Bürger für Bürger jedoch kategorisch abgelehnt, begleitet von unerträglichen Diffamierungen und Beleidigungen der ehrenamtlichen Mitarbeiter durch den ersten Vorsitzenden Herrn Karling.  Daraufhin kündigte das gesamte Team, das zum Teil seit acht Jahren tätig war, außer dem Fahrer seine Mitarbeit auf.

Da allen Mitarbeitern des Teams jedoch die Versorgung der Menschen auf der Straße am Herzen liegt, wird die Arbeit nun unter dem Dach des Vereins „Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e.V.“  fortgesetzt.

Sobald ein Fahrzeug zur Verfügung steht, wird das hervorragend eingespielte und professionelle Team aus Fachärzten und examinierten Krankenschwestern und Arzthelferinnen die ehrenamtliche Tätigkeit unter einem neuen Namen ( z.B. Medizinbus Duisburg ) wieder aufnehmen.

Ungeachtet dessen wurde die Staatsanwaltschaft Duisburg zur Aufklärung etwaiger Unregelmäßigkeiten eingeschaltet.

7 thoughts on “Straßenambulanz Duisburg und „Bürger für Bürger e.V.“ gehen getrennte Wege

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  2. ein wenig mehr Recherche und evtl. beide Seiten anzuhören wäre professioneller Journalismus gewesen!!!!

    Die Straßenambulanz fährt weiter – in Zusammenarbeit mit Bürger für Bürger Duisburg e.V.!!!

    • Thomas Rodenbücher 18. August 2016 at 19:32:26 -

      Ohne Arzt, kann die „Straßenambulanz“ vielleicht einen Verband wechseln und Spritzen tauschen, mehr aber auch nicht. Ich finde die Entwicklung sehr bedauerlich.

  3. früher hat ein herr rodenbücher noch recherschiert, heute schreibt er jeden scheiß dem man ihn schickt, traurig!! die straßenambulanz duisburg fährt weiter, auch ohne das alte team!! gruß rolf karling

  4. „Solange in der Ambulanz, wie angegeben, nur Verbandwechsel und keine „Heilbehandlungen“, d.h. die Behandlung von Krankheiten, erfolgen, fehlt eine Rechtsgrundlage für ein Einschreiten nach dem Heilpraktikergesetz.“ So die Stadt Duisburg. Schon beim Verdacht einer Wundinfektion muss eine entsprechende Meldung an den Mediziner erfolgen. Fragen zur Delegation ärztlicher Maßnahmen, etwa bei der Wundreinigung, werden mit dem Arzt diskutiert. In der Regel nimmt der Arzt den ersten Verbandswechsel selbst vor. Er entscheidet dann, ob die nächsten Wechsel an das Pflegepersonal delegiert werden können.
    Die zentralen Vorgaben für eine Delegation sind:
    ◦die Art des Verbandes
    ◦die Häufigkeit des Verbandswechsels
    ◦die Wundauflage (feucht oder trocken)
    ◦der Umfang der vorzunehmenden Wundreinigung
    Wie hier erkennbar, ist der Verbandwechsel ohne Arzt kritisch zu sehen. Pflegekräfte sind nicht rechtlich abgesichert, wenn nicht klar ist, ob eine durchzuführende Maßnahme delegierbar ist.

  5. danke jürgen,für deine profesionelle antwort!! weißt du was ein prokologe ist??,- niemand stoppt mich!!

  6. Die Proktologie ist ein medizinisches Teilgebiet, das sich mit den Erkrankungen des Enddarms beschäftigt. Du meinst also „Proktologe“? Da kann ich Dir nicht weiterhelfen, aber vielleicht mit der Aussage der Stadt Duisburg: „Solange in der Ambulanz, wie angegeben, nur Verbandwechsel und keine „Heilbehandlungen“, d.h. die Behandlung von Krankheiten, erfolgen, fehlt eine Rechtsgrundlage für ein Einschreiten nach dem Heilpraktikergesetz. Sofern in der Ambulanz tatsächlich „Tätigkeiten zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden bei Menschen “ nach § 1 des Heilpraktikergesetzes ohne Anwesenheit eines Arztes oder Heilpraktikers ausgeführt werden, müssten strafrechtliche Schritte gegen die dort tätigen ehrenamtlichen Pflegekräfte eingeleitet werden.“