Von Duisburg nach Berlin: Umzug leicht gemacht

Berlin boomt – und das nicht nur, was das Image angeht. Die Hauptstadt ist dank zahlloser Start-ups und Jahr für Jahr zunehmender Touristenströme auch wirtschaftlich auf dem aufsteigenden Ast. Viele zieht es zum Studium oder des Jobs wegen nach Berlin. Ein Umzug von Duisburg in die Millionenmetropole kann einen aber schon vor Herausforderungen stellen. Hier gibt es ein paar Tipps.

Die Wohnungssuche

Der Immobilienmarkt in Berlin ist derzeit Experten zufolge ziemlich angespannt. Besonders für leichte Geldbeutel wird es immer schwieriger: Die Mietpreise ziehen an, in den zentralen Bezirken sogar rasant, nur noch in Außenbezirken gehen sie leicht zurück. Die Mietpreisbremse scheint diese Entwicklung nicht stoppen zu können. Zudem sind die Preise für Eigentumswohnungen fast am Explodieren. Wer nach Berlin zieht, sollte trotzdem nicht verzagen. Das Schalten von Wohnungsgesuchen auf Portalen wie wg-gesucht.de, die Nachfrage in sozialen Netzwerken, etwa in Facebook-Gruppen, oder auch eine Maklersuche übers Internet können helfen, den passenden Wohnraum zu finden.

Welcher Bezirk ist der richtige?
Berlin setzt sich aus 12 Bezirken zusammen, die alle ihren eigenen Charme haben und oft für eine unterschiedliche Klientel attraktiv sind.

  • Friedrichshain-Kreuzberg: Friedrichshain-Kreuzberg ist der bevölkerungsreichste Bezirk Berlins und bekannt für seine kulturelle Szene mit einer Vielzahl an Bars, Restaurants, Theatern und mehr. Besonders für junge Menschen, die gern viel Leben um sich herum haben, ist der Bezirk sehr gut geeignet.
  • Spandau: Spandau liegt etwas abseits im Westen Berlins und ist besonders für seine Altstadt bekannt. Neu-Berliner finden den Stadtteil zwar oft wenig ansehnlich, er wird aber meist unterschätzt. Vor allem die vielen Grünflächen und die Nähe zum Wasser machen den Bezirk zu einer Empfehlung für all diejenigen, die weitab vom Treiben der Großstadt ihre Ruhe haben möchten.
  • Charlottenburg-Wilmersdorf: Wer im zentralen Westen wohnen möchte, zieht in den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Das eher spießige Image wird durch die attraktive Einkaufsstraße Kurfürstendamm und den zahlreichen Restaurants und Bars in der City-West kompensiert. Zudem überrascht der Bezirk inmitten der Großstadt mit zahlreichen ruhigen Wohnlagen.
  • Steglitz-Zehlendorf: Das Klischee sagt: Wer es gerne gutbürgerlich und gediegen mag, den zieht es in den Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Gerne wird Zehlendorf als das Wohngebiet der Reichen tituliert. Die vielen Villenviertel bestätigen dies, doch gibt es auch hier erschwingliche Neubauwohnungen. Und die Steglitzer Einkaufsmeile, die Schlossstraße, bildet einen reizvollen Kontrast zu den eher ruhigen Wohngegenden.
  • Treptow-Köpenick: Treptow-Köpenick ist ein ehemaliger Industriestandort und heute vor allem für seine Idylle bekannt. Knapp 70 Prozent des Stadtgebiets in Köpenick besteht aus Wasser- und Waldgebieten. Entlang der schier endlosen Magistralen des Bezirks gibt es viele Kieze mit bezahlbaren Wohnungen.

Den rauen Umgangston in der Hauptstadt muss man mögen – oder lernen

Ist man einmal dort, bekommt man es schnell mit: In Berlin herrscht allgemein ein eher rauer Umgangston. Unfreundliche Busfahrer, gelangweilte Verkäufer und ungeduldige Autofahrer – es gibt wahrlich Entspannteres als hier zu leben. Doch ist nicht alles gleich so, wie es scheint. Zwar steht vielen Menschen die Großstadthektik ins Gesicht geschrieben, aber dennoch sind sie meist auskunftsbereit und freundlich, wenn man nach dem Weg fragt. Zudem sind die Berliner – vor allem aufgrund des Multikultis in vielen Bezirken – viel weltoffener als ihr Ruf. Und wer sich an den Umgangston anpasst und auf einen „Berliner Schnauze“-Spruch auch mal locker zurückmotzt, wird sogar mit einem besseren Service belohnt.


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