Das war die Woche, die gewesen sein wird:

Abstand gewinnen ist manchmal nötig, deswegen war ich über das Wochenende in der Hauptstadt unseres Landes, genoß das schöne Wetter, erquickte mich an dem Gesang von diversen Chören, die Bach interpretierten und jubelte bei The Cast. Mit wieder guter Laune, die mir die letzte Zeit verlorenging, starten wir dann mal die Vorwärtsrückschau.

Thema der Woche

Einfahrt Kulturhafen (c) Reinhard Matern

Einfahrt Kulturhafen (c) Reinhard Matern

Während ich persönlich immer noch darauf warte, dass der sogenannte Kulturentwicklungsplan mal endlich dem Plan gemäß der Öffentlichkeit vorgestellt wird und dann auch mal endlich in den Rat kommt, damit der darüber verhandeln kann – die Mühlen der Verwaltung mahlen bekanntlich sehr langsam, aber das ist allmählich eine Farce – gibts Neues zum Thema Stadtentwicklung. Ein Factory-Outlet-Center statt des wohl nie kommenden Möbelgeschäfts am Bahnhof treibt der IHK die Zornesröte ins Gesicht.  „„Wir hatten angenommen, dass sich die Politik nach dem Aus für das FOC in Hamborn darauf besinnen würde, die Entwicklung der Innenstadt verstärkt in den Fokus zu nehmen, um sie als zentralen Handelsstandort und Visitenkarte der Stadt zu fördern“, zeigt sich Rüscher enttäuscht.“ War das nicht auch geplant, als man neue Quartiersmanager für die Altstadt fand? Gerade das Herz von Duisburg sollte doch endlich mal neuen Schub bekommen. Ein Potpourri der Nutzung versprach sich Carsten Tum doch damals zum Start. Und immerhin: Die GfW selbst zieht wieder von Ruhrort zurück in die Innenstadt und das, was beim Kulturentwicklungsplan angedacht war – dass nämlich eine zentrale Stelle mal die Leerstände feststellt, um dann Ansprechpartner für Künstler oder Andere zu sein, die Raum suchen – das scheint ja in die Gänge zu kommen. „So steht ein Leerstandsmanagement am Start, das Interessenten passgenaue Angebote für Ladenlokale unterbreiten soll. Erhebungen von derzeit nicht genutzten Geschäften sind bereits durchgeführt worden, ebenso ist die Ermittlung der entsprechenden Ansprechpartner weit gediehen.“ So die WAZ. Nun, am Ende wird sich mal wieder herausstellen, dass man – wie man das ja häufig in dieser Stadt getan hat – zwar Dinge plant, sie aber nicht so plant, dass sie realistisch sind. Nur in Duisburg kann es passieren, dass man zuerst Dinge baut und dann auf einen Investor hofft…

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Im Nachklapp zur Debatte SpiegelOnline und Buchhandel.de: Warum Buchhandel.de einfach für Blogger nicht relevant ist. Wie, kein Partnerprogramm?

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Head-ology heißt es im Original so schön bei Pratchett, auf deutsch wird glaube ich Pschi-kologie draus. Jedenfalls: Wie man Erkenntnisse für seine Werbeanzeigen nutzt.

„Facebook ist out“. – Einen solchen Slogan kann man jetzt locker mit einem „Gar nicht“ kontern.

Kommunikation-Link

„Selbst wenn man ausschließlich vor Fachleuten der eigenen Branche spricht, kann man nicht den Gesamtinhalt des eigenen Kopfs als bekannt voraussetzen.“ So Kathrin Passig, die kritisiert, dass Vortragende bei Konferenzen immer von sich aus auf andere schließen. Das tun wir Menschen bekanntlich gerne – unter anderem auch bei Erfahrungen – aber das ist ja nicht immer richtig.

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