Duisburg: Leben in Laar aus der Perspektive von libanesischen Jugendlichen

AWOLogo_neu.jpgWie erleben libanesische Jugendliche ihre Heimat Laar? Was versprechen sie sich von Zukunft und wie bereiten sie sich darauf vor? Ein Film der AWO-Integration gibt Antwort auf diese Fragen. Spannend dabei: Das professionell gemachte Video erzählt seine „Geschichte(n)“ aus der Perspektive von libanesischen Jugendlichen. Am Mittwoch, den 6. Juli ist der Film im Ewaldi-Haus in Laar um 17 Uhr auf der Apostelstraße zu sehen. Der Eintritt ist frei.

„Heimat – Zukunft – Freizeit“, dieser Dreiklang beschreibt, was das Video „Einblicke in den Lebenswelt geduldeter Jugendlicher in Duisburg-Laar“ vor Augen führt. Bereits 2011 hatte die AWO-Integration das Filmprojekt initiiert. Amal Kassem, Leiterin der Familienhilfe „Sofort vor Ort“, stellt das Video jetzt noch einmal der Öffentlichkeit vor. Aus gutem Grund: „In Gesprächen mit Kooperationspartnern und vielen interessierten Bürgerinnen und Bürgern war der Film immer wieder Thema. Gerade weil er aus Sicht der Jugendlichen zeigt, was in Laar passiert. Wir wurden oft gefragt, ob wir noch einmal eine Aufführung organisieren können. Deshalb haben wir den Filmnachmittag am Mittwoch organisiert.“

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Für die Hauptdarsteller, die sich bei Vorführung im Ewaldi-Haus wiedersehen, bedeutet dies zugleich ein Abgleich: Haben sich die Erwartungen erfüllt? Hat sich ihre Lage verändert? „Damals waren sie Jugendliche, jetzt sind sie junge Erwachsene mit einer eigenen Sicht auf ihr Leben und ihre Zukunftschancen“, beschreibt Amal Kassem.

Gemeinsam mit ihrem Team wird sie nach dem Film die Diskussion über das Leben im Stadtteil, über Vorurteile und tatsächliche Probleme führen. Amal Kassem: „Ich denke, wer mehr über die Menschen hier bei uns verstehen will, bekommt durch das Video einen sehr guten Einblick.“ Zudem ist die Perspektive sehr authentisch. Gedreht wurde nicht nur vom Profi, sondern auch die Jugendlichen selbst. So entstanden sehr unmittelbare und unverstellte Aufnahmen. Durch den Schnitt und die Nachbearbeitung wurden diese Eindrücke zu einem Zeitdokument verdichtet. Amal Kassem sagt zu den Erwartungen an den Video-Abend: „Wir sind gespannt auf die Reaktionen des Publikums und hoffen über den Film miteinander ins Gespräch zu kommen.“

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