TÜV Report 2016 – bessere Qualität, weniger Mängel?

Die Autos auf deutschen Straßen werden immer sicherer – das ergab der TÜV Report 2016. Das zweite Jahr in Folge sinkt die Mängelquote in Deutschland deutlich. Als Datengrundlage für diese Einschätzung dienen insgesamt neun Millionen Hauptuntersuchungen (HU), die 2014/2015 in Deutschland durchgeführt wurden. Dieses Ergebnis sendet ein positives Signal. Das braucht die Automobilindustrie auch dringend, denn Glaubwürdigkeit und Qualität sind wichtiger denn je. Schließlich zieht die Abgasaffäre immer breitere Kreise und schadet der Reputation der gesamten Branche. Die anhaltende Affäre scheint allerdings keine Auswirkungen auf die generelle Qualität der Produkte zu haben. Im Gegensatz zu den Angaben der Hersteller handelt es sich bei den Ergebnissen des TÜV um ein Abbild der Wirklichkeit, unabhängig von Einflüssen wie Automarke, Herkunft oder Preis. Insgesamt konnte in diesem Zeitraum eine Mängelquote von 22,6 Prozent festgestellt werden, was eine Verbesserung um einen Prozentpunkt bedeutet.

Freude bei Besitzern

Für Autobesitzer bedeutet die niedrigere Mängelquote sinkende Unterhaltskosten für ihre PKW. Schließlich müssen sie weniger oft für Ersatzteile zahlen und profitieren von der hohen Qualität der Produkte. Sollte allerdings doch einmal etwas kaputt gehen, können solche Ersatzteile mittlerweile bequem auf Portalen wie Mister-Auto bestellt werden. Das spart nicht nur Zeit, sondern ist auch meist etwas günstiger, als die benötigten Teile direkt in der Werkstatt zu ordern. Zudem können auf diese Weise kleinere Reparaturen wie Scheibenwischer- oder Reifenwechsel selbst übernommen werden, wodurch auch die Montagekosten wegfallen.

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Mehr oder weniger Mängel

Getestet wurden insgesamt 233 Automodelle von allen in Deutschland aktiven Herstellern. Zurückgegangen sind vor allem die erheblichen Mängel – dazu zählen beispielsweise Fehler an den Lenkgelenken oder der Beleuchtung. Gesamtsieger ist in diesem Jahr die Mercedes B-Klasse mit einer Fehlerquote von 2,8 Prozent. Darauf folgt mit 2,9 Prozent der Mercedes GLK und mit 3,1 Prozent der Vorjahressieger Mercedes SLK. Am schlechtesten schnitten hingegen der Chevrolet Spark ab, der eine Mängelquote von 14,6 Prozent aufweist. Damit löste der Chevrolet den Dacia Logan ab, der in den vergangenen Jahren wiederholt das Schlusslicht im TÜV Report bildete. Auf dem vorletzten Platz landet mit einer Quote von 14,1 der Fiat 500 – Drittletzter wird der Fiat Punto mit insgesamt 13,3 Prozent.


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