Agentur für Arbeit Duisburg: Arbeitsmarkt im April

agenturfuerarbeit„Die deutlich gestiegene Kräftenachfrage und die erkennbar sinkenden Arbeitslosenzahlen in beiden Rechtskreisen zeigen sehr deutlich: der Frühling ist am Arbeitsmarkt angekommen“, so Ulrich Käser, Vorsitzender der Geschäftsführung  der Duisburger Arbeitsagentur, zur günstigen Entwicklung am Duisburger Arbeitsmarkt.
Arbeitslosenzahl im April:                          – 657   auf  32.550
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:  – 196
Arbeitslosenquote im April:                        – 0,3 Prozentpunkte 13,1 Prozent
Mit 32.550 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im April 2016  657 Personen und 2,0 Prozent weniger als noch im März 2016 von Arbeitslosigkeit betroffen. Im April des Vorjahres waren 32.746 Menschen arbeitslos gemeldet, 196 Personen oder 0,6 Prozent mehr als in diesem April.
Die Arbeitslosenquote sank dadurch um 0,3 Prozentpunkte und liegt jetzt bei 13,1 Prozent. Im April des Vorjahres lag sie bei 13,3 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.
Die Zahl der Personen, die in Qualifizierungen, Aktivierungsseminaren und Arbeitsgelegenheiten  beschäftigt waren und deshalb nicht als Arbeitslose gezählt werden (Unterbeschäftigung im engeren Sinne), lag im April 2016 bei 7.479.
Mit 15,9 Prozent ist die Unterbeschäftigungsquote im April 2016 unverändert gegenüber dem März 2016 (15,9 Prozent). Der aktuelle Wert entspricht damit auch dem  April-Wert des Vorjahres mit 15,9 Prozent.
Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen, so ist die Arbeitslosenquote imVersicherungsbereich (SGB III) um 0,1 Prozentpunkte auf jetzt 2,0 Prozent gesunken. Der April-Wert ist damit 0,3 Prozentpunkte niedriger als im April 2015 mit 2,3 Prozent.
Im Berichtsmonat waren 4.952 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 223 oder 4,3 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im  März (5.175). Vor einem Jahr, im April 2015, waren im Bereich des Arbeitslosengeld-I-Bezugs noch 714 oder 12,6 Prozent mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (5.666).
In der Grundsicherung (SGB II) verringerte sich die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte und liegt aktuell bei 11,1 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr mit 11,0 Prozent liegt sie um 0,1 Prozentpunkte niedriger.
27.598 Personen (- 434 und – 1,5 Prozent) waren im April in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (März 28.032). Im Vergleich zum April 2015 (27.080) sind in der Grundsicherung aktuell 518 oder 1,9 Prozent mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.
Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im April um 236 oder 4,3 Prozent niedriger ausgefallen als im Vormonat. Die Zahl der Zugänge hat sich dadurch von 5.545 im März  auf jetzt 5.309 verringert. Im April des Vorjahres lag die Zahl der Zugänge  in Arbeitslosigkeit bei  6.243 und damit um 934 oder 15,0 Prozent über den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem April.
Von den 5.309 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im  April 1.540 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit. Gegenüber den 1.665 Zugängen aus vorheriger  Erwerbstätigkeit im März 2016 mussten sich im Berichtsmonat 125 oder 7,5 Prozent weniger Menschen nach einer vorhergehenden  Erwerbstätigkeit arbeitslos melden. Im April 2015 gab es mit 2.026 Zugängen aus Erwerbstätigkeit 486 oder 24,0 Prozent mehr Meldungen als im aktuellen Berichtsmonat.
Im April nahmen 1.720 Personen wieder eine neue Erwerbstätigkeit auf. Das sind 89 oder 5,5 Prozent mehr als im Vormonat (März 1.631 Personen). Gegenüber dem Vorjahresmonat (1.609 im April 2015) sind es 111 oder 6,9 Prozent mehr Abgänge in eine Erwerbstätigkeit als im April 2015.
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im April 6.118. Das waren 162  oder 2,7 Prozent mehr als im März (5.956) und 21 oder 0,3 Prozent mehr als  vor einem Jahr im April 2015 (6.097).
„Auch wenn im Moment die Außentemperaturen wieder etwas niedrig sind: die Kräftenachfrage hat sich im April schon mal warmgelaufen.“ Für Ulrich Käser eine erfreuliche Entwicklung: „Deutlich über dem Vormonat und fast dran am Spitzenmonat des Vorjahres. So darf es am Stellenmarkt gerne im ganzen Jahr weitergehen.“
Mit 1.062 (Vormonat 973) neuen ungeförderten Arbeitsstellen fiel der Stellenzugang gegenüber dem Vormonat um 89 Stellenmeldungen oder 9,1 Prozent höher aus.  Er liegt damit nur noch geringfügig unter dem Vorjahreswert mit 1.089 neu gemeldeten Stellen (- 27 oder – 2,5 Prozent).
Der Stellenbestand hat im April wieder deutlich zugelegt und liegt aktuell bei 3.075 Stellenangeboten (+ 236, + 8,3 Prozent). Damit bewegt sich der aktuelle Monat aber weiterhin unter dem Stellenbestand des Vorjahresmonats  (3.825 Stellenangebote im April 2015, – 750 Stellen oder – 19,6 Prozent).
Die wieder leicht sinkende Jugendarbeitslosigkeit im aktuellen Berichtsmonat ist für  Ulrich Käser ein gutes Signal: „Trotz steigender Zahlen geflüchteter Menschen gerade in diesem Altersbereich sinkt die Jugendarbeitslosigkeit weiter. Für mich ein Zeichen, dass wir wie schon in den Vorjahren hier auf dem richtigen Weg sind.“
Mit 2.814 Personen waren im April  68 oder 2,4 Prozent weniger junge Leute von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als noch im März (2.882). Im Vergleich zum Vorjahresmonat  liegen die Zahlen um 182 oder 6,9 Prozent  über dem Wert von April 2015 (2.632).
Die Zahl der Arbeitslosen der über 50 Jahre alten Personen sank auch im April weiter (- 181 oder – 1,9 Prozent). Sie liegt aktuell bei 9.132 (Vormonat 9.313) und damit erstmals wieder um 153 Personen oder 1,6 Prozent unter dem Vorjahresmonat (9.285).
Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über  55 Jahre sank im April  im Vergleich zum Vormonat gleichfalls weiter von 5.198 auf  aktuell 5.158 an (- 40 oder -0,8 Prozent ). Hier waren im Vorjahresmonat 5.162  Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind damit nur noch 4 Personen oder  0,1 Prozent mehr als im April 2015 arbeitslos gemeldet.
Im Berichtsmonat waren 11.426 Ausländerinnen und Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen. Dies sind 71 oder 0,6 Prozent mehr als im Vormonat (11.355) und 1.272 oder 12,5 Prozent mehr als im April des Vorjahres (10.154).

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im April weiter zurückgegangen und liegt  momentan bei 15.716 betroffenen Personen  (- 83 und – 0,5 Prozent, Vormonat 15.799). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 1.051 Personen  oder 7,2 Prozent über dem des Vorjahresmonats (14.665).

Die Zahl der von Kurzarbeit betroffenen Personen für den Monat September  2015  lag bei 642 in 17 Betrieben. Für den Monat November 2015 zeigt sich im Moment in der Hochrechnung folgende Situation: 14 Betriebe mit 198 betroffenen Personen.
„Die Frühjahrsbelebung in diesem Jahr hat Kraft“, so Ulrich Käser zur aktuellen Situation im April. „Die sinkenden Arbeitslosenzahlen über nahezu alle Personengruppen hinweg und die deutlich gestiegene Nachfrage haben in diesem April die Arbeitslosenquote deutlicher sinken lassen als in den Vorjahren. Allein durch die aktuelle Dynamik gelingt es, die verstärkt in den Arbeitsmarkt kommenden geflüchteten Menschen ohne eine steigende Quote zu bewältigen. Ich hoffe sehr, dass sich diese Entwicklung auch in den kommenden Monaten fortsetzen wird.“

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