Volksleiden Rückenschmerzen: Mit kleinen Übungen vorbeugen

ie wichtig ein gesunder Rücken ist, zeigt sich erst, wenn mit ihm etwas nicht stimmt. Rückenprobleme können sich negativ auf den gesamten Körper auswirken und zum Beispiel Kopf-, Nacken-, Lenden- und Knieschmerzen verursachen. Chronische Verspannungen und Schmerzen können die Lebensqualität massiv einschränken. Deshalb ist es wichtig, im Alltag stets auf die Gesundheit des Rückens zu achten.

Volksleiden Nummer eins

Wenig Bewegung, viel Sitzen, einseitige Belastung am Arbeitsplatz: Rückenschmerzen sind eine Zivilisationskrankheit, die mittlerweile zum Volksleiden Nummer eins avanciert ist. Fast jeder zehnte Krankheitstag von Beschäftigten in Deutschland geht laut einem Gesundheitsreport der Technischen Krankenkasse auf Rückenprobleme zurück. Damit sind sie der häufigste Grund für krankheitsbedingte Ausfalltage.

Die gesamte Körpermitte kräftigen

Zu einem ganzheitlichen Rückentraining gehört die Kräftigung der gesamten Rumpfmuskulatur. Anhand eines Rumpf-Checks lässt sich prüfen, wie es um die eigene Rumpfmuskulatur bestellt ist. Dazu führt man auf einem speziellen Fitnessgerät Übungen durch, die die Bauch-, Rücken- und seitliche Rumpfmuskulatur beanspruchen. Die Anzahl der möglichen Wiederholungen liefert ein grobes Bild davon, wie gut die einzelnen Muskelpartien trainiert sind und ob Dysbalancen bestehen. Ist beispielsweise die Bauchmuskulatur verhältnismäßig schwach ausgeprägt, werden die Bandscheiben übermäßig belastet – sie nutzen sich mit der Zeit schneller ab. Für eine optimale muskuläre Balance sollten auch Gesäß- und Beinmuskulatur trainiert werden.

Hilfestellung beim Rückentraining versprechen Fitness-Apps. Sie bieten verständliche Anleitungen für die korrekte Ausführung von Übungen und geben nützliche Tipps für jedes Fitness-Level. Einige empfehlenswerte Rücken-Apps sind in diesem E-Health-Blog zusammengestellt.

Man sollte mit dem Rückentraining nicht erst beginnen, wenn Verspannungsschmerzen plagen oder gar ein stechender Schmerz aus dem Kreuz bis ins Kniegelenk ausstrahlt. Rückenproblemen kann man nämlich vorbeugen. Bereits kleine, regelmäßig durchgeführte Übungen stärken und entlasten den Rücken. Wer nach der Arbeit keine Zeit für Sport hat, sollte jede Gelegenheit im Alltag nutzen, um sich zu bewegen: Das kann die Fahrradfahrt zur Arbeit sein, ein Spaziergang auf dem Nachhauseweg oder Treppensteigen statt Fahrstuhlfahren.

Haltung bewahren

Für die Körperhaltung spielt ein ergonomisch eingerichteter Arbeitsplatz eine wichtige Rolle. Wer mehrere Stunden täglich im Sitzen verbringt, sollte etwas Dynamik in sein Sitzverhalten bringen. Denn im Sitzen wirken durchschnittlich 90 kg auf die Lendenwirbel ein, beim vorgebeugten Sitzen sind es sogar 170 kg. Um einseitige Belastungen zu vermeiden, sollte man seine Sitzhaltung regelmäßig wechseln und nicht zu lange in derselben Haltung zu verharren. Dehnübungen für Nacken, Schulter und Arme beugen Verspannungen vor.


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