Duisburg: DGB ruft auf zum Stahlaktionstag

DGB.jpgDie DGB Gewerkschaften setzen sich seit langem für einen verbesserten Klimaschutz ein. Doch aktuell gefährden Entscheidungen der Europäischen Union die deutsche Stahlindustrie erheblich. Es ist zu befürchten, dass die deutsche Stahlindustrie, die im Vergleich sauberen Stahl herstellt, ihre Produktion einstellen muss. Ausländische Stahlexporte gewinnen dann die Oberhand, was insgesamt der Umwelt mehr schadet. Zur Verdeutlichung: während der CO2 -Ausstoß in Europa seit 1990 fast halbiert wurde, hat er sich in China in den letzten Jahren verdreifacht. Deutschland ist Weltmeister im Klimaschutz, senkt die Emissionen schneller und drastischer als andere Länder. Die EU will mit den verschärften Regeln eigentlich zum Klimaschutz beitragen. „Es könnte jedoch genau das Gegenteil herauskommen: die Reform kann den weltweiten CO2 –Ausstoß am Ende sogar erhöhen.“ befürchtet die Duisburger DGB-Vorsitzende Angelika Wagner. „Dazu kommt, dass auch schlechtere Arbeitsbedingungen, Bezahlung und oft fehlende Arbeitssicherheit in anderen Ländern mit in die Rechnung gehören.“

Der DGB weist darauf hin, dass in Duisburg rund 20.000 Arbeitsplätze in der Stahlindustrie bedroht sind. „Außerdem sind die Beschäftigten bei vielen Zulieferern und Weiterverarbeitern betroffen. Und Arbeitsplätze bis in Gastronomie und Einzelhandel sind gefährdet,“ so Wagner weiter. „Ein Aus des Stahls wäre für uns eine Katastrophe. Dabei ist sauberer Stahl unsere Zukunft! Stahl ist Ausgangsprodukt einer langen Wertschöpfungskette. Ohne Stahl keine Autos, Flugzeuge, Schiffe und Maschinen, keine Messer und Töpfe.“

Die IG Metall ruft Montag, den 11. April 2016, ab 13:30 Uhr zur Kundgebung vor der Hauptverwaltung von ThyssenKruppSteel, Kaiser-Wilhelm-Str. 100 in Duisburg-Hamborn auf.

Bereits ab 12.30 Uhr beginnt ein Demonstrationszug in Duisburg-Beeck auf dem Markplatz.

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