Bundesliga-Auftakt in Bad Säckingen: Gespannt auf die deutsche Konkurrenz

Das Lexware Mountainbike Team gastiert am Wochenende mit neun Sportlern beim Bundesliga-Auftakt in Bad Säckingen. Für die U23-Fahrer und die Junioren geht es am Hochrhein auch um die Norm für die Europa- und Weltmeisterschaften.

 

Das U23-Quartett, das für das Team aus dem Hochschwarzwald an diesem Bundesliga-Wochenende die Klingen mit internationaler Konkurrenz kreuzt, kann mit einer guten Portion Selbstvertrauen nach Bad Säckingen fahren.

Georg Egger bewies bei den Etappenrennen in Serbien aufsteigende Form, Luca Schwarzbauer hat seine Saison in Rivera stark begonnen, Max Brandl schon vor Wochen in Portugal aufgetrumpft und Lars Koch ist in Rivera ebenfalls gut gestartet.

Luca Schwarzbauer hat sehr gute Erinnerungen an die Gold Trophy. 2012 hat er sich dort in der U17 seinen ersten Deutschen Meister-Titel geholt, 2013 das Bundesliga-Rennen der Junioren gewonnen und im vergangenen September im U23-Rennen Platz zwei belegt.

„Ich denke, ich kenne in Bad Säckingen wirklich jeden Stein, sofern er im letzten halben Jahr nicht verschoben wurde“, erklärt Schwarzbauer mit einem Schmunzeln. „Das ist auf jeden Fall ein Vorteil. Ich mag die Strecke sehr, aber sie ist auch kraftintensiv. Und gerade was die Schnellkraft für die kurzen, steilen Rampen angeht, fehlt es mir noch am ehesten,“, mischt er noch ein bisschen Skepsis in sein Statement. Vielleicht aber hat das Rennen in Rivera ja schon etwas Früchte getragen.

 

Georg Eggers Ampeln auf Grün

Max Brandl hat nach seiner Rückkehr aus Portugal noch länger an einer Erkältung laboriert, ist aber positiv gestimmt. Im September hat er dort das Junioren-Rennen gewonnen, jetzt muss er sich der U23-Konkurrenz stellen. „Ich bin sehr gespannt auf die deutsche Konkurrenz und zuversichtlich, dass ich meine Leistung bestätigen kann. Ob es ganz so gut wird, wie in Portugal, das wird sich zeigen“, sagt Brandl. Auf der Iberischen Halbinsel wurde er in einem Elite-Rennen Zweiter und ließ dabei hoch eingeschätzte Konkurrenz hinter sich.

Für Georg Egger stehen die Ampeln auf Grün. Das zweite Wochenende in Serbien hat dem Deutschen U23-Meister Zuversicht geschenkt. In Bad Säckingen geht es auch um die EM- und WM-Norm. Für eine direkte Qualifikation müsste allerdings ein Sieg im U23-Rennen her. Für das so genannte B-Kriterium, das zweimal zu erfüllen ist, müsste es Top drei sein. „Die Besetzung ist ja nicht ganz ohne. Ich gebe einfach alles und ob ich die Norm knacke, wird sich dann zeigen“, erklärt Egger.

Für Brandl, Koch und auch Schwarzbauer, die zum ersten, bzw. zweiten U23-Jahrgang gehören, würde ein Top-Drei-Resultat zur direkten Normerfüllung führen.

Die Trauben hängen hoch, auch für Lars Koch. Der hat sich in seinem ersten Jahr aber eigentlich nur zum Ziel gesetzt, die besten deutschen U23-Fahrer „ein bisschen zu ärgern“.

 

Andreas Kleiber fährt doppelt

Auch für die Junioren geht es in Bad Säckingen nicht nur um Bundesliga-Punkte, sondern ebenfalls um ein Ticket für EM- und WM. Torben Drach könnte sich eigentlich zurücklehnen, hat er es in Rivera doch bereits perfekt gemacht. Doch erstens steckt er im Moment in den Abiturs-Prüfungen und zweitens besitzt der Kirchzartener Ehrgeiz genug auf einem Kurs, mit dem er viel anfangen kann, erneut zu zeigen, was er drauf hat.

 

Das will auch David List, nachdem ihn im Tessin noch ein Infekt beeinträchtigt hat. Bis Mittwoch lief die Nase noch etwas und auch der Husten war noch nicht ganz weg. „Aber das Training läuft schon wieder gut und nach Plan2, ließ David List wissen.

Jannick Zurnieden war mit sich vorigen Sonntag nicht ganz zufrieden. Das würde er in Bad Säckingen gerne ändern.

Anna Saier musste mit Schmerzen in der Bauchgegend das Rennen in Rivera aufgeben. Inzwischen geht es der Offenburgerin wieder ganz gut, so dass sie am Sonntag wieder vorne mitmischen kann.

Andreas Kleiber fährt am Samstag den Eggberg-Marathon über 48 Kilometer. Wenn’s gut läuft, könnte der Freiburger etwas mit der Verteilung der Podest-Plätze zu tun haben.

Und für den Sonntag hat er auch gleich noch für’s Elite-Rennen gemeldet. In einem absoluten Weltklassefeld hat er da natürlich nichts zu bestellen, aber Spaß machen kann der Kurs am Waldbad natürlich trotzdem.

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