Piraten Duisburg: Ein Bauwagenplatz zwischen den Mühlsteinen der Macht

Zum Gesprächstermin am 08. März 2016 beim Immobilien-Management Duisburg (IMD) über die Zukunft des Homberger Bauwagenplatzes sagt Ratsfrau Britta Söntgerath (PIRATEN):

„Das Gespräch mit der IMD-Leitung hat die letzten Zweifel ausgeräumt. Die Bewohner des Bauwagenplatzes werden in einem Machtkampf zwischen Politik und Verwaltung zerrieben. Während die Politik die Verwaltung auffordert, den Wagenleuten einen Vertrag zu neuen Konditionen anzubieten, verfolgt das IMD ganz offensichtlich andere Interessen.

Britta Söntgerath - Foto: Thomas Rodenbücher

Britta Söntgerath – Foto: Thomas Rodenbücher

Das Stadtgebiet von Duisburg, immerhin über 230 km2 groß, verfügt über zahlreiche Brachflächen. Trotzdem meint das IMD den Wagenleuten kein Ersatzgelände für ihre 16 Bauwagen anbieten zu können. Auf die Frage, wozu der benachbarte Spielplatz die Fläche der Wagenburg überhaupt benötigt, lautet die Antwort: „Das wissen wir nicht“.

Obendrein sollen die Wagenleute für die weitere Nutzung, allerdings nur ein Drittel des ursprünglichen Geländes, einen Architekten mit der Ausarbeitung eines Bauantrages beauftragen. Dies widerspricht völlig der Grundidee eines Bauwagenplatzes, die eine ökologische und nachhaltige Wohnform ohne Bodenversiegelung und konventionelle Baumaßnahmen verfolgt.

Die Haltung des IMD beim Gespräch war nicht nur auffällig destruktiv, hier wird auch ein Auftrag aus der Politik eigenmächtig anders interpretiert. Ich frage mich, welche Macht hinter solch einem Handeln steht. Wer in unserer Stadt setzt persönliche Interessen knallhart gegen demokratische Beschlüsse durch? Die Glaubwürdigkeit von Politik und Verwaltung erleidet dadurch dauerhaft Schaden. Die Folgen sind Wut bei den Bürgern, Politikverdrossenheit und das Ende eines 21-jährigen sozialen Wohnprojektes.“

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