Linke Duisburg stimmt zum wiederholten Male gegen den letzten Bauwagenplatz in der Stadt

Die ersten Parteimitglieder, welche die Wagenburg in Homberg besuchten, waren die Linken anlässlich eines Nachbarschaftsfestes.

Sie änderten dann auch ihre Meinung und versprachen den Bewohnern Unterstützung beim Kampf um den basisdemokratischen Lebensraum (WAZ, 25.10.2014).

IMG_20150828_143135Am 12.11.2015 sprach die Mitgliederversammlung einstimmig ihre Solidarität dem Trägerverein, Experimentelles Wohnen e.V., aus.

 

Den ersten Antrag für den Bauwagenplatz wollte die Linke am 24.11.2014 im Rat stellen. Obwohl in dieser Sitzung eine rot-rot-grüne Kooperation den Haushalt durchbrachte, hatten die linken Volksvertreter versäumt Vorgespräche mit den anderen Parteien zu führen. Die Bewohner der Wagenburg mussten den Antrag kurz vor der Abstimmung zurückziehen, da die SPD den Erhalt des Wagenplatzes nicht unterstützte.

Der nächste Antrag wurde am 27.4.2015 gestellt. Diesmal forderten Linke, Grüne und Piraten eine Aussetzung der Räumung. Auch diesmal investierten diese Parteien keine Vorarbeit; im Gegenteil sie wussten, das dieser Antrag in der Ratssitzung keine Chance hatte und brachten ihn dennoch ein. Das Signal damals an die Wägler hieß:“wir haben alles für euch getan“.

 

Dieses Lügengebäude stürzte mit dem Antrag zum Erhalt der Wagenburg, den die CDU und FDP  in der Bezirksvertretung Homberg/Ruhrort/Baerl stellte, ein.

Die Wagenbewohner schrieben alle Ratsmitglieder der Linken vor der Sondersitzung an, um zu erfahren wie sich der linke Bezirksvertreter diesmal positioniere. Von den Angeschriebenen kam nicht mal eine Antwort.

Fred Walt sprach die linke Fraktionsvorsitzende Frau Ammann-Hilberath bei der Ratssitzung am 21.9.2015 an. Sie meinte, das Herr Trzaskaz krank sei.

Lukas Hirtz versicherte: „Kalle wird in der Not für den Bauwagenplatz stimmen“.

Dieser Notfall trat nicht ein, denn Karl-Heinz Trzaskaz stimmte in der Sondersitzung am 24.9.2015 zum zweiten Male gegen die Wagenburgbewohner.

 

Zusammenfassend lässt sich feststellen, das die Duisburger Linke schnell mit Worten und Anträgen am Start ist; aber tatkräftige Unterstützung und aktive Solidarität fehlen.

 

Experimentelles Wohnen e.V.

fredwalt@gmx.de

http://www.bauwagenplatzduisburg.blogsport.eu

 

One thought on “Linke Duisburg stimmt zum wiederholten Male gegen den letzten Bauwagenplatz in der Stadt

  1. Das ist alles nicht so richtig dargestellt. Karl-Heinz Trzaskaz ist vor der Abstimmung aus der Partei ausgetreten. Die Duisburger Linken hatten sich immer wieder klar für den Bauwagenplatz eingesetzt, sowohl durch Beschlüsse, öffentliche Stellungnahmen, aber auch durch infrastrukturelle und personelle Unterstützung der Proteste der Bauwagenleute.
    Wird in diesem Artiel mit zweierlei Maß gemessen? Die CDU/FDP wird als integere Unterstützung dargestellt, obwohl sie nie auch nur einen Finger krumm gemacht haben und in der vorherigen Legislaturperiode durch Anfragen die Räumung vorbereitet haben. Auch ihr Antrag war ins Blaue hinein gestellt und wurde nicht durch vorgespräche vorbereitet.
    Die Linken haben offensichtlich Vorgespräche geführt, sonst hätten sie ja nicht, wie im Artikel beschrieben, mangels durchsetzbarkeit die Anträge zurückgezogen.
    Ein Hinweis, dass der Artikel schlecht recherchiert ist, liegt darin, dass hier von Besschlüssen geredet wird, die in der Zukunft liegen (15.11.2015 ist nach der erstellung des Artikels)