Cannabisanbau in Deutschland

Der Münchner Cannabisverband reichte vor kurzem 25.000 Unterschriften ein, um ein Volksbegehren zur Legalisierung von Cannabis starten zu dürfen. Grundlage dieses Vorstoßes ist ein Urteil des Kölner Verwaltungsgerichtes. Das Gericht erlaubte es Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden und sich Cannabis aus der Apotheke nicht leisten können, ihr eigenes anzubauen. Damit erlaubte erstmals ein deutsches Gericht den Anbau von Cannabis.

Potenzielle Heimgärtner besitzen dadurch aber noch lange nicht das nötige Know-how. Ohne die nötige Ausrüstung, die richtige Keimmethode und einige grundlegende Kenntnisse wird der Anbau der Pflanzen nur schwer gelingen.

  • Der erste Schritt ist der einfachste. Die nötige Ausrüstung kann in fast jedem Gartenmarkt gekauft werden. Entscheidend ist hierbei, ob die Pflanzen im Innen- oder Außenbereich angepflanzt werden sollen. Im Innenbereich sind dafür Wärmestrahler, eine entsprechende Belüftung und Dünger notwendig, während die Pflanzen draußen alles, bis auf den entsprechenden Dünger, von der Natur erhalten. Die notwendigen Cannabissamen erhält man völlig legal im Internet. Sie werden über die Niederlande importiert und dem Empfänger direkt zugesandt.
  • Schwierig wird es erst bei der Keimung dieser Samen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bei einer dieser Methoden werden die Samen direkt in einen vorbereiteten Blumentopf gegeben. Dazu sollte der Samen nicht tiefer als einen Zentimeter in die leicht feuchte Erde gedrückt werden. Alternativ können die Samen auch in ein feuchtes Tuch gewickelt werden. Dadurch sind sie vor Temperaturschwankungen geschützt und erhalten eine optimale, feuchte Umgebung zum Keimen. Sind die ersten Anzeichen einer Keimung erkennbar, sollte der Samen anschließend in feuchte Erde gesteckt werden.
  • Cannabispflanzen wachsen relativ schnell, benötigen allerdings kontinuierlich Pflege. Dazu gehören frische Luft, eine Lichtquelle sowie die nötigen Nährstoffe. Der Anbau im Innenbereich bietet erhebliche Vorteile. Schließlich können die Lichtquellen rund um die Uhr laufen, wodurch auch die Pflanzen kontinuierlich weiterwachsen können. Zu beachten ist hierbei allerdings eine konstante Versorgung mit frischer Luft, die durch Belüftungs- oder Ventilatorensysteme gewährleistet werden sollte. Andernfalls verenden die Cannabispflanzen.

Dass der Konsum von Cannabis längst kein Randphänomen mehr ist, bewies zuletzt eine Umfrage der ZEIT. Dazu wurden deutschlandweit fast 24.000 Menschen zu ihrem Drogenkonsum befragt. Die Ergebnisse lassen erkennen, wie weit die umstrittene Pflanze in Deutschland verbreitet ist. Schließlich gab fast die Hälfte der Befragten an, in letzter Zeit Cannabis konsumiert zu haben.

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