VfL Bochum – MSV Duisburg – A40-Derby – Fans sorgen für Traum-Kulisse

Fans VfLDer VfL Bochum und der MSV Duisburg, zwei Traditionsmannschaften aus dem Ruhrpott. Sie trafen heute erstmals wieder in einem Pflichtspiel aufeinander. Das letzte Pflichtspiel stieg am 22.02.2013 und endete 2:2.

Es war ein echtes Derby in der zweiten Liga, was in Bochum ausgetragen wurde. Die Autobahn A40, auch Ruhrschnellweg genannt führt direkt von Duisburg nach Bochum. Ebenfalls eine direkte Verbindung ohne umzusteigen bietet der öffentliche Nahverkehr in NRW. Vom Hauptbahnhof Duisburg nach Bochum Hauptbahnhof fahren der Regional-Express und die S-Bahn. Fahrzeit ca. 25 Minuten. Die Züge an diesem Samstagnachmittag waren alle rappelvoll, aber auch die Autobahn A40. Gefeiert wurde bereits am frühen Vormittag in den Bahnhöfen, wo der harte „Kern“ bereits frühzeitig Fan-Gesänge anstimmte.

„Der MSV ist wieder da…“, so lauteten die Gesänge der MSV-Anhänger vor der Partie im bekannten Rewirpower-Stadion an der Castroper Straße in Bochum. Die MSV-Fans freuen sich wieder auf Reisen zum VfL Bochum, FC Kaiserslautern, Fortuna Düsseldorf oder St. Pauli. Es entsteht der Eindruck, als wenn die dritte Liga den gesamten Club nochmals zur Einheit geformt hat. Fakt ist, dass ohne die Fans und deren Engagement der MSV über Bord gegangen wäre.

Beide Fan-Lager verwandelten die „Hütte“ an der Castroper Straße zum echten „Hexenkessel“. Die Stimmung auf den Rängen war über die gesamte Partie erstklassig. Erstklassig waren übrigens beide Vereine über Jahre und zu besten Zeiten sogar auf der internationalen Bühne vertreten.

Zeiten an die sich die Fans gerne zurückerinnern, aber aktuell zählt das Tagesgeschäft in Liga zwei! Kurz vor Anpfiff des Derbys gab es „Happy Birthday“ Gesänge für VfL Coach Gertjan Verbeeck, er feierte an diesem Samstagnachmittag seinen 53. Geburtstag.

Die Partie wurde bei herrlichen Bedingungen von Schiedsrichter Guido Klewe um Punkt 13:00 Uhr angepfiffen. Die Teams begannen rasch. Die anwesenden Zuschauer sahen bereits in der frühen Anfangsphase viele Offensivaktionen und herrliche Spielzüge beider Teams.

Der VfL Bochum dominierte in der ersten Hälfte, hatte mehr Spielanteile war aber vor dem Tor nicht konsequent genug. Fakt ist aber, dass das Team von MSV-Coach Gino Lettieri sehr engagiert agierte und dem VfL ordentlich Paroli bat.

Mit Ende der ersten Hälfte ließ das Tempo ein wenig nach. Beide Teams wollten vor der Halbzeitpause nichts mehr anbrennen lassen.

Perthel belohnt VfL-Engagement

Mit Beginn der zweiten Hälfte nahm der VfL Bochum das Zepter in die Hand. Die Gastgeber agierten sehr Pressing-Orientiert, erarbeiteten sich viele Torchancen.

Bochum drehte in der Schlussphase nochmals ordentlich auf und Onur Bulut konnte nach Vorarbeit von Janik Haberer in der 68. Spielminute auf 2:0 erhöhen.

„TORODDE“ macht den Sack zu

Simon Terodde traf in der 84. Spielminute zum 3:0 für den VfL Bochum, der Ex-Duisburger bedankte sich bei seinem Team-Kollegen Janik Haberer für die erneute Vorarbeit. Spätestens mit diesem Treffer brachen in Bochum alle Dämme. Die MSV-Fans dagegen verließen Großteils das Stadion frühzeitig.

Zwischenzeitlich ertönten in Bochum „Spitzenreiter, Spitzenreiter…“ Gesänge. Der VfL Bochum ist aktuell in einer –Euphorie-Phase, denn der sportliche Erfolg blieb in den letzten Jahren aus. Die Fans des VfL wirkten nach der Partie sichtlich erleichtert und feierten den Sieg gemeinsam mit ihrer Mannschaft in der bekannten Ostkurve.

Beim MSV Duisburg dagegen sinkt die Euphorie ein wenig, Verantwortlichen und Fans wird bewusst, dass für die Mission Klassenerhalt einfach mehr in Puncto Offensivarbeit erfolgen muss.

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