Rainer Bischoff zum Arbeitszeitgesetz: „Das Kind nicht mit dem Bade ausschütten!“

Der Duisburger SPD-Arbeitsmarktexperte und AfA-Vorsitzende Rainer Bischoff stellt sich entschieden gegen die Forderungen der Arbeitgeberverbände, den gesetzlichen Achtstundentag grundlegend zu reformieren:

 

 Rainer Bischoff

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„Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass sich die Arbeitswelt aufgrund von voranschreitenden Prozessen der Digitalisierung für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verändert hat“, stellt der Landtagsabgeordnete fest.

„Jedoch sollte dies die Arbeitgeberseite nicht dazu veranlassen, die Rechte von Arbeitnehmern aufgrund der Digitalisierung aushüllen zu wollen. Der Achtstundentag ist ein Symbol des Erfolges einer ganzen Arbeitnehmerbewegung“, so Rainer Bischoff weiter.

 

Arbeitgeber forderten die täglich zulässige Höchstarbeitszeit von acht Stunden abzuschaffen und stattdessen nur noch eine wöchentliche Höchstarbeitszeit

gesetzlich vorzuschreiben. Trotz zunehmender Flexibilisierung in einigen Unternehmen, müsse weiter am Kern des geltenden Arbeitszeitgesetzes festgehalten werden.

 

„Im Rahmen von Tarifverträgen gäbe es die Möglichkeit, eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten konkret festzuschreiben. Duisburg mit seinem produzierenden Gewerbe und der weit ausgeprägten Logistik-Branche ist ein Musterbeispiel dafür, wie flexible Arbeitszeiten in Form von Schichtdiensten aussehen können. Doch auch diese Schichten benötigen eine tägliche zeitliche Arbeitsbegrenzung. Ich empfehle daher den Arbeitgeberverbänden, sich weiter mit Gewerkschaften an einen Tisch zu setzen, um im Rahmen von Tarifverträgen eine mögliche Flexibilisierung auszuhandeln. Was nicht geht, ist im Sommerloch hart umkämpfte Rechte der Arbeitnehmer infrage zu stellen“, so der Landtagsabgeordnete abschließend.

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