Arbeiten im Home Office: so gelingt es

Täglich auf dem Ruhrschleichweg im Stau stehen oder sich in überfüllte Regionalbahnen drängeln macht keine Freude. Immer mehr Menschen setzen daher auf die Arbeit von zu Hause aus – das Internet macht es möglich.

 

Home Office weiterhin stark nachgefragt

In den Niederlanden wurde gerade ein Recht auf Heimarbeit eingeführt: Im Nachbarland hat ab Juli jeder

Modern office interior.3d render. © istock.com/poligonchik

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Arbeitnehmer ein Recht darauf, ab und zu von zu Hause arbeiten zu dürfen, wenn zum Beispiel das Kind krank ist oder Handwerker kommen. In Deutschland tun sich Arbeitgeber dagegen weiterhin schwer mit dem Home Office – trotz der hohen Nachfrage auf Arbeitnehmerseite. Die neue Arbeitsstättenverordnung 2015 bedroht die Heimarbeit zusätzlich und zeigt wieder einmal, wie schwer sich die deutsche Gesetzgebung mit der digitalisierten Welt tut. Wer es dennoch geschafft hat, zumindest teilweise von zu Hause zu arbeiten oder als Selbstständiger/Freelancer aus dem Home Office heraus arbeitet, sollte einige Regeln beachten, damit es mit der Arbeit wirklich klappt.

Das Home Office optimal einrichten

Mit dem Laptop am Küchentisch sitzen, während die Kinder daneben spielen und das Mittagessen kochen, macht natürlich gar keinen Sinn. Ein Home Office sollte im Idealfall ein eigenes Arbeitszimmer sein, das mit hochwertigen Büromöbeln ausgestattet ist. Dazu gehören ein geräumiger Schreibtisch, ein bequemer Bürostuhl, Regale und Arbeitsmaterialien wie Computer, Drucker, eigenes Telefon, Notizblöcke und mehr. Die Beleuchtung sollte ebenfalls auf Büroniveau sein, d.h. an dunklen Wintertagen sollte eine Deckenleuchte Helligkeit spenden und im Sommer eine gute Jalousie das Sonnenlicht fernhalten. Im Internet lassen sich häufig gute Schnäppchen bei der Büroeinrichtung machen.

Die Familie muss das Home Office respektieren

Bei der Heimarbeit haben es Singles generell leichter, da sie niemand stört. In Familienhaushalten muss deutlich gemacht werden, dass der Heimarbeiter bei der Arbeit nicht gestört werden darf. Schließlich ist es verlockend für den im Büro tätigen Ehemann, die zu Hause arbeitende Frau zu bitten, „mal eben“ bestimmte Dinge zu besorgen oder zur Post zu gehen, weil sie ja „ohnehin daheim“ ist. Auch Kinder müssen respektieren, dass der Papa zwar zu Hause ist, aber trotzdem nun keine Zeit zum Fußballspielen im Garten hat und erst ab 17 Uhr zur Verfügung steht. Nur wenn sich der Mitarbeiter im Home Office wirklich auf die Arbeit konzentrieren und ungestört telefonieren kann, klappt es auch mit der Arbeit von zu Hause aus.

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