Das Album (EP) „Modular“ von Helge Bol ist erschienen

Cover Modular

Helge Bol hat sein viertes Album veröffentlicht. Der Duisburger Komponist, dessen Musik einer Sortierung in Jazz, Klassik und Pop kaum zuzuorden ist, arbeitet in „Modular“ ein sechsteiliges Stück aus, und zwar unter Verwendung von Synthesizer-Klängen. Die bildliche Unterstützung für das Cover erhielt er vom Ruhrorter Künstler H.H. Bergmann.
Worte ‚modular‘ beziehen sich in der elektronischen Musik auf miteinander verschaltete Synthesizer, können in diesem Fall aber auch auf die Komposition verweisen, auf ihren Aufbau. Zudem konzipierte und nutzte Helge Bol verschiedene musikalische Skalen, und diese gleichzeitig.

Tatsächlich setzte Helge Bol, wie er auf Soundcloud preisgab, in der Produktion gar kein Modular-System ein, sondern einen Hardware-Sampler und eine umfangreiche Soundbibliothek. Mit aufgezeichneten Klängen zu arbeiten, ist in der Musik nicht unüblich geworden, vielfach reicht bereits ein Laptop mit relevanter Software aus, Helge Bol nutze allerdings ein Instrument, einen altgedienten Hardware-Sampler von E-mu Systems, der über ausgefuchste Modulationsmöglichkeiten verfügt.

Die präsentierte Musik ist facettenreich: im Zentrum stehen kleinmotivische Entwicklungen und Variationen, jedoch nicht endlose: Die sechs Module sind relativ kurz und sogar intern ‚gebrochen‘, so dass sich wirklich Facetten ergeben, ähnlich wie aus gebrochenem Glas. Dazu setzt Helge Bol klangliche Entfaltungen, die durch den Einsatz von analogen und hybriden Synthesizern möglich sind, von sanft schmeichelnd bis harsch schneidend.

Helge Bols Musik ist durchaus kein Mainstream, aber diesen gibt ja ohnehin zuhauf. Das Album ist bei Bandcamp vorzuhören als auch zu erwerben:

Modular: https://helge-bol.bandcamp.com/album/modular-ep

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