An den Rändern und in den Rappelkisten der Netze

Visualisierung eines Teils des Internets – von Mmxx – CC BY 2.5 (Wikimedia)

Es kann erstaunen, dass die großen Anbieter im Netz wie Facebook und Youtube (Google) inzwischen sogar mit Basisfunktionen überfordert sind, die sie möglichst vielen Kunden zukommen lassen möchten. Sich in Facebook zu bewegen, kann zu einer Tortur werden, weil es zumeist irgendwelche Ladeprobleme gibt und ein „warten“ erscheint. Hat man separate Seiten angelegt, kann es bei einfachen Wechseln sogar passieren, dass man dort entweder nicht hin- oder von dort nicht wegkommt, weil laut Anzeige „identities“ gesucht werden. Diese sind durchaus auf den Servern angelegt, die Ausfälle können nur durch Überlastungen geschehen, die aus den Servern erbärmliche Rappelkisten machen.

Bei Youtube werden Filme und Musik seit einigen Wochen unzureichen geladen. Der Vorgang bricht einfach ab und die Bitte erscheint, es später noch einmal zu versuchen. Ähnliches ist mir partiell auf Soundcloud passiert, freilich beim Abspielen von Audiodateien. Die erscheinenden Meldungen lauten gleich. Es ist zwar von den Betreibern nett, deutlich zu machen, dass es tatsächlich an ihnen liegt, dass sie überfordert sind, dass es unangemessen wäre, sich auf ihre Angebote zu verlassen, dies ändert jedoch nichts.

Besonders tragisch ist, dass eine Gewährleistung von Basisfunktionen leicht in Vergessenheit geraten kann, wenn es z.B. um eine Ermöglichung von 4K-Videos mit einer Auflösung von 3840 x 2160 Pixel gehen soll, oder eine Mobile-Unterstützung derart Kraft raubt, dass Büro- oder Studiogeräte, wie groß und auflösend die Bildschirme und Audiointerfaces auch seien, keine Berücksichtigung mehr finden. Mir sagen all diese fulminanten Anstrengungen im Netz: Geh‘ doch endlich weg. Wir machen nur noch Pillepalle!

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Der Beitrag entstand ursprünglich für die Ruhrbarone.

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