Duisburger Flüchtlingsrat lehnt die geplante Notunterbringung in Duisburg Neumühl entschieden ab.

Die von der Duisburger Stadtverwaltung bekannt gegebenen Planungen zur Notunterbringung von Geflüchteten in der Turnhalle der ehemaligen GGS Usedomstr. in Duisburg Neumühl hält der Duisburger Flüchtlingsrat für die Folge konzeptlosen Agierens und Ausdruck einer verfehlten Politik im Umgang mit wachsenden Asylbewerberzahlen

Frank Noroschat

Frank Noroschat

Gerade bei dem hohen Leerstand von Wohnungen in Duisburg, dem offensichlichen Fehlen eines Handlungsplanes und den in zahlreichen Untersuchungen und Vergleichsberechnungen belegten Vorteilen einer dezentralen Unterbringung von Geflüchteten lassen wir das Argument einer Notsituation so nicht gelten. Wir bewerten insbesondere die zusätzliche Unterbringung in Neumühl als Beitrag zu einer weiteren Eskalation in der Gefährdung von Geflüchteten.

Nach den Ereignissen der letzten Wochen und Monate in Neumühl , der fehlenden breiten Solidarisierung mit Geflüchten im Stadtteil und der vorherrschenden Haltung, lieber zu schweigen anstatt aktiv Position gegenüber Hetzer*innen und Rassist*innen zu beziehen, ist Neumühl der denkbar schlechteste Ort überhaupt eine solche Unterbringung in Betracht zu ziehen.

Zur zukünftigen Vermeidung einer solchen Situation fordert der FR Duisburg die Stadtverwaltung auf, unverzüglich einen Akutplan vorzulegen:

Ausdrücklich verweisen wir noch einmal auf die laufende Kampagne des FR Duisburg zur Einführung von verbindlichen Mindeststandards bei der Unterbringung von Geflüchteten

Frank Noroschat, Matthias Eidens für den Duisburger Flüchtlingsrat

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