SV Sandhausen: „Punktabzug ein Produkt der Unerfahrenheit“

600200px_SV_Sandhausen_svgOffizielle Presserklärung des SV Sandhausen

Jürgen Machmeier, Präsident des Fußball-Zweitligisten SV Sandhausen, übernimmt die volle Verantwortung dafür, dass dem Verein von der DFL Deutschen Fußball Liga wegen Verstößen gegen Vorschriften der Lizenzierungsordnung mit Blick auf Form und Inhalt relevanter Unterlagen drei Punkte in dieser abgezogen wurden und, im Falle des Klassenerhalts, mit drei Minuspunkten in die nächsten Saison gehen muss. „Es war einzig und allein der Unerfahrenheit der handelnden Personen geschuldet“, sagte der Vereinschef.
Es seien Fehler unterlaufen. Die Unterlagen seien unvollständig gewesen, die den Bereich der Finanzierung des Klubs auch im Zeitraum des Stadionumbaus betroffen hätten. Dies über zwei Saisons 2014/15 und 2015/16 hinweg. „Ich sehe den Fehler ein und bedauere diesen“, sagte Machmeier.
Christoph Schickhardt, Rechtsbeistand des SV Sandhausen, war es ein Anliegen, darauf hinzuweisen, dass zu keiner Zeit die Liquidität des Vereins gefährdet gewesen sei, auch sei die Integrität des Wettbewerbs nie in Frage gestanden. „Es ging nie um Täuschung oder Betrug“, betonte der Rechtsanwalt. Die DFL Deutsche Fußball Liga sei „hart, aber fair“ mit dem SV Sandhausen umgegangen. Die DFL habe zu Recht ihre strengen Bewertungskriterien angelegt. Bei den Bewertungsfragen sei SVS-Präsident Machmeier „sehr unternehmerisch“ vorgegangen, habe aber die strengen Regeln der DFL nicht bedacht, sagte Schickhardt. Das Strafmaß von drei Punkten in der laufenden und drei Punkten in der kommenden Saison sei ebenfalls „hart, aber fair“.
Die Verfehlungen seien dem rasanten sportlichen Aufstieg geschuldet, dem die Strukturen darum nicht Schritt halten konnten. Die DFL habe aber festgestellt, dass der SVS seine Entwicklung besonnen fortführe – nicht nur sportlich, sondern auch strukturell, sagte Schickhardt.
„Wir haben die kleinste Geschäftsstelle in der 1. und 2. Bundesliga. Wir werden professionell mit der Situation umgehen und daraus lernen“, sagte Machmeier, der die Professionalisierung seines Vereins weiter vorantreiben möchte.

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