Rat der Stadt Duisburg stimmt gegen die Bewohner des Bauwagenplatzes in Homberg

Am Montag reichten die Fraktion der Grünen, die Fraktion der Linken und die Fraktion der Piraten mit der SGU und BL einen Antrag in den Stadtrat, in dem vorgeschlagen wurde die Räumung der Wagenburg auszusetzen und die Stadt nach der aktiven Suche eines Ersatz-geländes anzuhalten.

Die CDU schloss sich dem unsozialen Standpunkt der Sozial-demokraten an den Wagenplatz ersatzlos zu räumen.

bauwagen-demoAnfang des Jahres schallte es noch aus dem Rathaus: Duisburg sei bunt, offen und tolerant. Die Taten der großen Fraktionen SPD und CDU sprechen eine andere Sprache. Sie nehmen den alternativ, ökologisch lebenden Schülern, Auszubildenden, Studenten, Handwerkern, Künstlern und Musikern den Lebensraum und die Existenzgrundlage.

Gilt diese Buntheit, Offenheit und Toleranz nur für finanzstarke Investoren?

Ist das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage nur auf Pegida begrenzt?

Bis zum heutigen Tag hat niemand der Volksparteien SPD und CDU mit den Wäglern das Gespräch gesucht- geschweige denn Hilfe angeboten. Immerhin leben die Wagenplatzleute schon über 20 Jahre in Duisburg. Als die Bewohner der Wagenburg SPD-Ratsmitglied Udo Vohl ansprachen, meinte dieser kurz: “interessiert mich nicht“.

Die Duisburger Erklärung für Demokratie und Vielfalt vom Februar dieses Jahres wird mit der Vernichtung des Wagenplatzes konterkariert.

Mit der Räumung des bunten Freiraums, Wagenburg wird deutlich wie ausgrenzend, intolerant und undemokratisch diese SPD- und CDU-Politiker sind.

Experimentelles Wohnen e.V.

fredwalt@gmx.de

http://bauwagenplatzduisburg.blogsport.eu

Erteilen Sie dieser Politik der sozialen Kälte eine Absage mit ihrer Unterschrift für den Erhalt des Wagenplatzes.

Schon 1400 Unterschriften auf unserer Online-Petition:

http://www.avaaz.org/de/petition/Oberbuergermeister_Soeren_Link_Bezirksvertretung_Homberg_IMD_ua_Der_Bauwagenplatz_DuisburgHomberg_muss_bleiben/?tAxqBib

Bisher erklärten sich solidarisch mit dem Bauwagenplatz:

  • Rheinpreußensiedlung.
  • Freie Künstler: Frank Baier, Marchingband, Ror Düsseldorf, YNG Essen, Fehlschuss Dortmund.
  • Freiraumkampagne: Du It Yourself.
  • Barrikade Moers.
  • Lokal Harmonie, Ruhrort.
  • Theo Steegmann.
  • AZ Mülheim.
  • Die Linke, Duisburg.
  • Theater Arbeit Duisburg.
  • Erdal, Bioladen Homberg.
  • Kultursprung e.V.
  • Bürgerinitiative Zinkhüttenplatz.
  • Villa Kunterbunt, Bochum.
  • Ulli&Norbert, Pro Vita Duisburg.
  • Recht auf Stadt Netzwerk Ruhr.
  • Die Libertäre Gruppe, Bochum.
  • Theorie und Praxis.
  • Kunterbunt e.V. Schwerte.
  • Mustermensch e.V.
  • Netzwerk X.
  • Montagsdemo Duisburg.
  • Montagsdemo Saarbrücken.
  • Schattenparker, Freiburg.
  • Friedensforum Duisburg
  • Avanti Zentrum, Dortmund.
  • Syntopia.
  • Sand im Getriebe, Freiburg.

2 thoughts on “Rat der Stadt Duisburg stimmt gegen die Bewohner des Bauwagenplatzes in Homberg

  1. Ein Kommentar auch zu „Duisburg: Ein echtes Armutszeugnis für SPD und CDU“ (Ulrich Scharfenort (Nur noch Rheinhausen)
    http://www.xtranews.de/2015/04/14/duisburg-ein-echtes-armutszeugnis-fuer-spd-und-cdu/

    Duisburg-Ruine. Warum die Parteihochburg Ruhrgebiet die Stadt Homberg im Grünen und die Stadt Alt-Duisburg zur Duisburg-Ruine demontiert.

    Eine besondere Form der „Bürgerbeteiligung Duisburg“ sind die Trittbrettfahrer zweiter Ordnung: Die Einwohner haben aufgegeben, ziehen sich zurück und machen mich mehr mit. Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und die Stiftung MITARBEIT können das derzeit noch nicht verstehen, zu sehr sind sie Claqueure der real-existierenden geschichtlichen Verhältnisse, und werden einen Teufel tut, sich als Trittbrettfahrer zweiter Ordnung selbst den Arsch aufzureißen oder aufzureißen zu lassen.

    Das verstehen die Bürger nicht als Ermutigung zur Mitwirkung der von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und der Stiftung MITARBEIT propagierten Ziele. Statt der beworbenen Bürgerbeteilung erhalten die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und die Stiftung MITARBEIT einen zivilgesellschaftlichen Stinkefinger; z.B. die sog. Wahlverdrossenheit oder eine schwindene Anzahl von Interessierten bei der nachhaltigen Mitwirkung in Projekten (siehe Bürgerhaushalt Duisburg. Dem Oberbürgermeister Duisburg Sören Link wurde nachhaltig der bürgerschaftlich-engagierte Stinkefinger gezeigt: Keiner mach mehr mit!)

    „Denn diejenigen, die eine Regelverletzung in reinen Austauschbeziehungen beobachten, haben in einer hinreichend großen Gruppe keinen individuellen Anreiz mehr, die mit einer Sanktionshandlung entstehenden Kosten oder Nachteile zu übernehmen: die Kosten der Sanktionierung werden ja nicht von allen getragen, sondern nur von den Sanktionierern (Trittbrettfahrer-Problem zweiter Ordnung, (Anm. des Kommentators: Trittbrettfahrer-Problem übernehmen keine Kosten wegen der berechtigten Sorge vor Vergeltungsmaßnahmen)). … Auch die Bestrafung ist ein öffentliches Gut, und um sie bereitzustellen, bedarf es weiterer Anreize, was jedoch wiederum in ein Trittbrettfahrer-Problem dritter Ordnung einmünden kann.“
    Zitat. Hans-Jürgen Aretz, Die Relevanz von Wertverpflichtungen bei der Bereitstellung öffentlicher Güter (The Relevance of Value Commitments in the Supply of Public Goods), Lucius & Lucius Verlag Stuttgart, Zeitschrift für Soziologie, Jg. 34, Heft 5, Oktober 2005, S. 326–343
    http://www.zfs-online.org/index.php/zfs/article/view/1196/733